Fische für die Ahr!

Fische für die Ahr

Ein interessanter Bericht über den Kormoran!

Ahr Kormorane

In der Zeitschrift „FischMagazin“, herausgegeben vom SN-Verlag Michael Steinert e.K., erschien vor kurzem ein sehr interessanter Bericht über den Kormoran und die großen Schäden, die dieser Vogel an vielen Fischbeständen verursacht. Wir bedanken uns bei dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung des Beitrages.

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Kormoran Fischräuber

Fischbestände nach der Flut dramatisch reduziert!

Elektro Abfischen Ahr

Jetzt ist es amtlich. Bei der verheerenden Flutkatastrophe ist ein Großteil des Fischbestandes vernichtet worden, dies ergaben Elektroabfischungen in vielen Bereichen der Ahr. Durchgeführt wurde die Fischerei von Dr. Jörg Schneider (BFS – Bürogemeinschaft für fisch- und gewässerökologische Studien) im Auftrag der SGD Nord in Koblenz. Die Ergebnisse der Fischerei zeigen, dass nach wie vor eine relativ große Vielzahl von Fischarten vorhanden ist, wobei die Population der Bachforellen und Äschen besonders stark gelitten hat. Bachforellen sind bis zu 50% und der Äschenbestand ist bis zu 90% verschwunden. Die Bestände gilt es in den nächsten Jahren wieder aufzubauen mit Hilfe von öffentlichen Geldern, aber auch wohl mit einem enorm großen finanziellen Engagement der Fischereipächter der Ahr.

HIER geht es zu einem interessanten Video über die Elektrobefischung vom 27.10.21 in der Landesschau Rheinland-Pfalz, SWR Fernsehen RP.

Flussbegradigungen sofort stoppen! – Bericht im GA Bonn vom 10.02.22

Flussbegradigungen sofort stoppen! Wieder ein sehr interessanter Bericht im General Anzeiger Bonn zum Thema Flussbegradigung nach der Flutkatastrophe. Es melden sich immer mehr Stimmen, die anmahnen, dass die willkürlichen Arbeiten im und am Flussbett der Ahr ein Ende haben müßen!

Ahr Flussbegradigung

Fischbestände in der Ahr – Bericht im GA Bonn!

Im General Anzeiger Bonn vom 03.02.2022 erschien ein Bericht über die Fischbestände in der Ahr, welcher vom Betreuer der www.Arge-Ahr.de zusammen mit Frau Raphaela Sabel, einer Redakteurin des General Anzeigers, verfasst wurde. In dem Bericht wird ausdrücklich über die katastrophalen Schäden am Fischbestand der Ahr nach der verheerenden Flut im Juli 21 berichtet und über die Notwendigkeit, diesen Bestand wieder aufzubauen und zudem die Wiederaufforstung der Uferränder der Ahr anzustoßen.

Ahr, Flutkatastrophe 2021

HIER ein weiterer Bericht zum Zustand der Ahr

 

Interessanter Bericht zum Zustand der Ahr

Im General-Anzeiger Bonn in der Ausgabe vom 30.12.2021 erschien ein sehr interessanter Bericht über eine Debatte um den Verlauf der Ahr nach der großen Flut im Juli 2021. In diesem Bericht wird ein sehr interessante Debatte angestoßen, wie der Flusslauf der Ahr zukünftig aussehen soll. Von Wissenschaftlern und Biologen wird ein naturnaher Ausbau vorgeschlagen, dies steht jedoch teilweise im Gegensatz zu den Anforderungen des Hochwasserschutzes, insbesondere in den Ortslagen der Gemeinden und Städten entlang der Ahr.

Die Ahr nach der Flut

Der Administrator der Arge-Ahr Website hat dazu einen Kommentar an den General-Anzeiger geschickt mit der Bitte um Veröffentlichung.

Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 hat mich und viele Menschen mit seiner ungeheuren Zerstörung tief getroffen. Viele Menschen haben Ihre Angehörigen verloren oder stehen vor den Trümmern Ihrer Existenz und Ihres Zuhauses. Der Aufbau der vielen zerstörten Häuser und der Verkehrsinfrastruktur ist in vollem Gange und es ist zu hoffen, dass, mit Hilfe der Tatkraft vieler Helfer und auch der vielen Fördergelder, dies in einigen Jahren vollbracht sein wird. Das Ahrtal mit seinen charakteristischen Brücken, der vielfältigen Vegetation in Form von Büschen und Bäumen und auch dem vielerorts naturbelassenen Flusslauf mit seiner vielfältigen Flora und Fauna wird es so, wie ich es kenne, nie wieder geben.

Das Wasser der Ahr hat einen Großteil der Uferbefestigungen, die aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhundert stammen, weggespült und sich an vielen Stellen neue Wege gesucht und gefunden. Man kann also sagen, dass die Natur sich das Tal wieder zurückerobert hat. Auf fast allen Wiesen im Ober- und Mittellauf der Ahr, die als Überschwemmungsgebiete bei den üblichen Hochwasserständen sehr nützlich waren, wurde meterhoch Geröll angeschwemmt oder das alte Flussbett wurde wieder freigelegt. Im Zuge der Aufräumarbeiten in den Gebieten, die unbebaut waren, wurde mit dem schwersten Gerät, was man sich vorstellen kann, vieles wieder begradigt und planiert, so war neben vielen privaten Initiativen u.a. auch die Bundeswehr über Wochen mit vielen Maschinen, LKW`s und Soldaten vor Ort, hierfür möchte ich allen Beteiligten meinen ausdrücklichen Dank aussprechen. Der positive Effekt war, dass alles Schwemmgut, was nicht in die Natur gehört, sortiert und abtransportiert wurde. Danach hörte das Aufräumen nicht damit auf, sondern es wurde vielerorts die gesamte Uferlandschaft planiert und in einen gleichförmigen Zustand versetzt. Aus dem ehemals sich sanft windenden Fluss wurde ein gleichförmiger Kanal geformt und das Flussbett wurde stark verbreitert, um die Fließgeschwindigkeit des Wassers zu reduzieren, zudem wurden im Zuge dieser Baumaßnahmen auch gleich noch etliche große Bäume, die die Flut überstanden hatten, gerodet. Für mich und alle diejenigen, die das Ahrtal seit vielen Jahren kennen, bietet sich nun ein fürchterlicher Anblick, denn die Vegetation aus Erlen und Weiden, die prägend für das Ahrtal war, ist in vielen Teilen so gut wie verschwunden.

Der sich andeutende Klimawandel hat in den letzten Jahren in Deutschland im Sommer zu langen Hitzeperioden geführt und die Ahr dann temporär stark aufgeheizt. Temperaturen von über 25 Grad Celsius waren nicht selten und insbesondere der Fischbestand an Bachforellen und Äschen hat darunter stark gelitten. Durch die nun fehlende Beschattung des Gewässers durch Bäume und Sträucher wird die Erwärmung der Ahr noch beschleunigt. Ich bin mit der Ahr und dem Ahrtal seit mehr als 30 Jahren eng verbunden und als Naturfreund, Fotograf und langjährigem Fischereipächter der Ahr stelle ich mir die Frage, wie es nun mit einem der schönsten Mittelgebirgsgewässer in Deutschland weitergehen soll.
Nach vorläufigen Untersuchungen des Fischbestandes durch die SGD Nord/Koblenz und auch des Insektenvorkommens durch etliche Fachleute zeichnet sich leider ein sehr düsteres Bild ab. Der ehemals sehr gute und sich selbst reproduzierende Fischbestand hat außerordentlich gelitten. Obwohl in den meisten Referenzstrecken entlang der Ahr vom Oberlauf bis zur Mündung eine Vielzahl verschiedener Fischarten gefunden wurde, ist der Fischbestand dennoch zu über 70% verloren gegangen. Durch das in den nächsten Jahren zu erwartende sehr geringe Nahrungsangebot durch fehlende Wasserinsekten als Hauptnahrungsquelle der Fische wird sich diese Zahl noch deutlich verschlechtern.

Wie in dem Bericht vom 30.12.21 bereits erwähnt, sind die folgenden Maßnahmen kurz- oder zumindest mittelfristig unabdingbar:
– Rückbau und Renaturierung der Begradigungen unter Berücksichtigung von örtlichen Unterschieden
– Wiederaufforstung der Uferrandvegetation
– Wiederherstellung des ehemals sehr guten Fischbestandes durch öffentlich geförderte umfangreiche Besatzmaßnahmen
Ein noch zu bestimmendes Gremium aus überörtlichen Fachleuten, Behörden und Betroffenen vor Ort sollte schnellstmöglich etabliert werden. Die Arge-Ahr e.V. (www.arge-ahr.de), ein Zusammenschluss vieler Fischereipächter der Ahr, könnte mit ihren langjährigen Kenntnissen und ihrer Expertise in solch einem Gremium eine wichtige Rolle spielen.

Bericht zum Thema Signalkrebse in der Ahr

Krebse Ahr

Liebe Mitglieder der Arge-Ahr,
 
ich möchte Euch, basierend auf meinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung der Arge-Ahr im Mai in Altenahr, über die Situation der Signalkrebse in der Ahr berichten.
 
Wir haben Anfang Juni begonnen mit zuerst 12 später mit 15 Reusen die Signalkrebse zu fangen. Wir stellten die Reusen, wie vorher geplant, an die Grenze ahrabwärts zur Nachbarstrecke „Laufenbacher Hof“ auf. Meine Theorie war, im Gegensatz zu der Meinung einer Wissenschaftlerin und einigen Leuten, die diese Aussagen einfach ohne eigene Gedanken nacherzählten, dass man mit einem Bollwerk an Reusen ein weiterwandern von Krebsen ahraufwärts verhindern kann.
Die Fänge in den Ersten Wochen waren bescheiden, aber der Erfolg kam durch Steigerung der Stückzahlen kurzfristig im Laufe der Monate Juni und Juli. Die wöchentlichen Fangquoten waren Anfang Juni 25 Stück, steigerten sich im Laufe des Juni über 80 Stück und bis zum Ende Juni auf 150 Stück. Mitte Juli waren wir bereits bei 220 Stück angekommen und seitdem schwankten die Fänge zwischen 80 und 200 Stück.
Da unsere Reusen direkt an der Grenze zur Strecke „Laufenbacher Hof“ stehen, und in dieser Strecke auch Krebse gefangen wurden, machten sich Fangpausen im Laufenbacher Hof sofort in den Stückzahlen bei uns positiv bemerkbar. Im Gegensatz dazu gingen unsere
Stückzahlen etwas herunter, wenn im Laufenbacher Hof aktiv gefangen wurde.
Die bisherige Aktion kann ich auf alle Fälle jetzt schon als Erfolg bezeichnen, aber dieser Erfolg war nur machbar durch den Fleiß von 2 fleißigen Bürgern der Gemeinde Fuchshofen, dem neuen Ortsbürgermeister Bernd Schmitz und Albert Dresen, einem  Mitglied des
Gemeinderates. Diese Beiden haben in den Regel drei Mal wöchentlich ganz freiwillig diese Arbeit durchgeführt und dabei durch Erfahrung natürlich dazugelernt und das System permanent verbessert.Genau das ist auch da Konzept der Zukunft. Es müssen Leute diese Aktion permanent begleiten, die in unmittelbarer Nähe des Fangplatzes wohnen. So manches Mal wird eine schnelle Reaktion fällig, wie zum Beispiel bevor ein Unwetter mit Starkregen losgeht müssen die Reusen aus dem Wasser gezogen werden, sonst könnten sie eventuell abgerissen werden. Da kann man nicht erst in weiterer Entfernung losfahren und hoffen noch zeitig am Gewässer zu sein.
Die Gesamtmenge aktuell per 10. September waren 1796 Krebse. Wenn wir diese nicht gefangen hätten wären Sie über das Gebiet Fuchshofen und die angrenzenden Gebiete Antweiler und Müsch gezogen und hätten sehr viel nahrungsmäßiges Niemandsland hinterlassen. Unser Fischbestand hätte versucht durch wechseln der Standorte wieder an die notwendige Nahrung zu kommen und es wäre sehr viel Unruhe im Gewässer entstanden. 
Genau das passiert nun schon seit mindestens 2 Jahren in den Bereichen der Ahr wo keinerlei Fangaktivitäten per Reusen durchgeführt wird. Vielleicht merken die einzelnen Pächter oder Vereine noch nicht viel davon, da die Fische natürlich durch diese Situation herumwandern und permanent auf Nahrungssuche sind. Das führt mit Sicherheit zu verwirrenden Eindrücken für den einzelnen Pächter oder Angler. Aber eines steht fest. Alles was die Krebse an Kleintieren, Schnecken, Larven und Fischeiern fressen, steht den Fischen nicht mehr zur Verfügung. Diese Situation führt mittelfristig zumindest zur Reduzierung des Fischbestandes bis zu einem extrem kleinen Restbestand, der sich von der von den Krebsen übriggelassenen Nahrung noch ernähren kann.
 Zurück zum Reusenfang in Fuchshofen.
Wir haben den Fangerfolg dadurch getestet indem wir auch ab und zu Reusen ca. 1 km ahraufwärts aufstellten um zu prüfen, ob dort auch Krebse in die Reusen gingen. Resultat war, dass dort lediglich ab und zu einzelne Krebse gefangen wurden. Am Ende der Strecke, also ca. 3 km ahraufwärts verliefen Fangtests permanent negativ. Auch in den angrenzenden Strecken Antweiler und Müsch wurden keinerlei Krebse gefangen. 
Im Gegensatz dazu habe ich Anfang August einen Streckenabschnitt von ca. 200 Meter im Gebiet Schuld, oberhalb der Mühle Schuld, per Tauchermaske, Schnorchel und Flossen untersucht. Resultat war, dass fast keine Fische zu sehen waren, was aber auf die tagelang vorher badenden Leute zurückzuführen war. Was aber zu sehen war, waren Krebse in großen Mengen. Das ist ein unhaltbarer Zustand und nur durch permanentes Abfangen veränderbar.
 
Das Resultat der bisherigen Aktion zusammengefasst:
 Durch diese Art und Weise des Fangens konnten wir sowohl die gesamte Pachtstrecke Fuchshofen (ca. 3 km) und auch die angrenzenden beiden Pachtstrecken Antweiler und Müsch  (ca. 7 km) fast krebsfrei halten. Ziel der Aktion war es den Beweis zu erbringen, dass man durch Aufstellen von Reusen die invasive Wanderung der Signalkrebs flussaufwärts mehr oder weniger stoppen kann.
 
Dieser Beweis ist erbracht!

Wir werden es nicht schaffen diese Krebse zu 100 % in der Ahr auszurotten, aber das ist ja auch nicht das Ziel. Eine minimale Anzahl von Krebsen bringt keine negativen Auswirkungen, aufs Gewässer.
 Was ist die Konsequenz dieser Testaktion in Bezug auf die Ahr:
 Alle Pächter und Vereine müssen, um Schäden an der Fischpopulation zu vermeiden, eine ähnliche Aktion starten. Dadurch können wir innerhalb des Ahrgebiets das Problem Signalkrebs in den Griff bekommen. Wir können keinen Einfluss auf die gesamteuropäische Situation nehmen, aber das ist ja auch nicht unsere Aufgabe. Ich werde Ende des Jahres eine genaue Fangliste, Analyse und Zusammenfassung der diesjährigen Aktion verfassen und bitte Euch jetzt schon die notwendige Aktion für das Jahr 2020 vorzubereiten. Ich stehe für Fragen gerne zur Verfügung.  Außerdem würde mich mal interessieren in welchen Streckenabschnitten der Ahr auch ähnliche Aktionen gemacht wurden und zu welchen Ergebnissen das führte.

Franz Nolden
2. Vorsitzender und Krebsbeauftragter der Arge-Ahr e.V.

Wichtige Info zum Fang von Krebsen!

Fang von Krebsen

Aus aktuellem Anlaß möchte die Arge-Ahr e.V. ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Fang von Krebsen in der Ahr ausschließlich den Inhabern des Fischereirechts gestattet ist.

Das Fischereirecht (Landesfischereigesetz Rheinland-Pfalz i.d.F. vom 27. Oktober 2009, GVBl.S.358) definiert in § 4 den Inhalt des Fischereirechts. Dieses umfaßt die Befugnis in einem Gewässer Fische, Neunaugen, Krebse und Muscheln zu fangen und sich anzueignen.

In dieser Rechtsnorm werden alle diese Tiere zur Vereinfachung im weiteren als Fische bezeichnet (§ 4 Abs. 2). Das heißt, das alle Gesetze, die für Fische gelten, auch für Krebse rechtsverbindlich sind.

Daher ist der Fang von Krebsen nur den Inhabern des Fischereirechts (Pächtern bzw. Inhabern von Fischereieraubnisscheinen) gestattet!

Signalkrebse in der Ahr

Fang von Krebsen

Signalkrebse in  heimischen Gewässern: Invasion aus Nordamerika

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Mitte August wurden sie zum ersten Mal verstärkt in Mayschoss entdeckt: Signalkrebse – die amerikanischen Invasoren. Ungeübten Augen fallen sie nicht direkt auf. Aber jeder Angler und Fliegenfischer weiß, dass diese Flusskrebse bzw. Signalkrebse nicht in die Ahr gehören. Während sie in Nordamerika zur heimischen Fauna gehören, zählen sie hierzulande als Schädlinge, denn sie greifen den Laich von Bachforelle, Äsche und Co. an und schaden so die Fischbestände der Ahr und vieler anderer Mittelgebirgsflüsse. Und damit nicht genug: Gleichzeitig verdrängen sie die heimischen Flusskrebse. Nicht zuletzt dadurch, dass sie die Krebspest übertragen können, gegen die sie aber selbst immun sind. Alles in allem ist also der amerikanische Flusskrebs kein angenehmer Zeitgenosse. Aus diesem Grund wurde der Signalkrebs ( Pacifastacus leniusculus ) in diesem Jahr von der EU auf die Liste der unerwünschten Arten gesetzt.

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Wie kommen Signalkrebse in so großen Mengen nach Mayschoß in die Ahr?

Vermutlich wurden sie durch das starke Hochwasser im Juni von der oberen Ahr ( Hönningen, Insul ) und vom Liersbach, wo der Krebs schon seit ca. 25 Jahren vorkommt, nach Mayschoss geschwemmt, und fühlten sich bei uns gleich wie zuhause. Wir konnten an 2 Tagen ca. 60 Krebse mit der Hand und mit Krebsreusen einsammeln. Die Krebse zu fangen war ein Kinderspiel, denn der Schädling ist kein Versteckkünstler und zeigt sich nur zu gerne. Mit Reuse oder gleich durch beherztes Zupacken, die kleinen Kerlchen waren schnell geschnappt.
Frisch gefangen und gekocht lässt sich der Flusskrebs auch gut verzehren, auch wenn er geschmacklich nicht ganz an den heimischen Edelkrebs oder Hummer herankommt. So lohnt sich das Einsammeln der Invasoren gleich doppelt: Das Ökosystem wird entlastet und das Abendessen ist auch gleich gesichert.

Für all jene, die den Signalkrebs in der Ahr entdecken, hier das passende Rezept:
Eine Gemüsebrühe aufsetzen und in höchster Stufe zum Kochen bringen. Krebse in die kochende Brühe gleiten lassen, 2 bis 3 Minuten kochen lassen, dann die Krebse mit einem Schaumlöffel aus der Brühe nehmen und warmhalten, bis alle Krebse gekocht sind. Auf einem Teller anrichten und genießen. Dazu schmecken Pommes Frites oder Baguette, Ajoli  sowie ein frischer Riesling oder Rivaner.

Johannes Wagner – 1. Vorsitzender der ARGE-Ahr e.V.

Zeitungsbericht über Lachsrückkehrer

Lachs

GA_20160812_02

GA Bericht über Lachsrückkehrer vom 12.08.2016

Wenn auch dieser Bericht sich nicht auf die Ahr bezieht, ist es dennoch eine gute Nachricht für die Wiedereinbürgerung des Lachses im Rhein/Mosel Gebiet. Der Elzbach wird seit 2004 mit Lachs Smolts in großen Mengen besetzt, dieses Lachsprojekt wird von Herrn Dr. Jörg Schneider ( BFS – Bürogemeinschaft für Fisch- und Gewässerökologische Studien ) betreut, welcher auch für die Wiedereinbürgerung des Lachses in der Ahr verantwortlich zeichnet.