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Roman Moser: Die Situation der Bachforelle in Mitteleuropa – Teil 2

roman moser bachforelle

Bachforelle

Teil 2 des sehr interessanten Berichtes von Roman Moser, dem europaweit bekannten Fliegenfischer. Veröffentlicht im SAB Journal, Ausgabe 03/2017. Roman Moser erlaubte uns freundlicherweise, seine Erfahrungen zum Thema Bachforelle zu veröffentlichen. HIER geht es zum 1.Teil des Berichtes.

Mehr zu Roman Moser finden Sie HIER.

Roman Moser: Die Situation der Bachforelle in Mitteleuropa – Teil 1

Roman Moser Bachforelle

Roman Moser Bachforelle

Teil 1 des sehr interessanten Berichtes von Roman Moser, dem europaweit bekannten Fliegenfischer. Veröffentlicht im SAB Journal, Ausgabe 03/2017. Roman Moser erlaubte uns freundlicherweise, seine Erfahrungen zum Thema Bachforelle zu veröffentlichen. HIER geht es zum 2.Teil des Berichtes.

Mehr zu Roman Moser finden Sie HIER.

Buchvorstellung: Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt

Nymphenfischen

Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt
Autoren: Tankred Rinder, Alexander Keus, Sven Ostermann

Gleich drei Autoren ( mit der Unterstützung vieler namhafter Fliegenfischer, u.a. Roman Moser ) haben sich dem Thema Nymphenfischen angenommen, das Ergebnis ist ein sehr umfangreiches Werk mit über 370 Seiten.

Die Unterteilung ist wie folgt:
–    Historie des Fliegenfischens
–    Nymphenfischen im Fluss
–    Nymphenfischen im Stillwasser
–    Nymphenfischen auf Nicht-Salmoniden
–    Vom Vorbild
–    Zur Nachahmung
–    Am Bindetisch

Die Kapitel sind sinnvoll unterteilt in die unterschiedlichsten Bereiche, kaum etwas wurde vergessen oder übersehen. Alles, was zu beachten oder wichtig ist, wird ausführlich und sehr detailliert beschrieben, vieles davon für den fliegenfischenden Anfänger formuliert, aber auch der fortgeschrittene Fliegenfischer findet etliches Wissenswertes. Hervor zu heben sind neben den vielen erstklassigen Fotos die Illustrationen, die in fast allen Kapiteln die Beschreibungen begleiten und erklären.

Das Coverfoto ist aus meiner Sicht wenig gelungen, hier fehlt mir der Bezug zum Nymphenfischen, zudem fällt die große Anzahl an Fotos von gefangenen großen Bachforellen auf, da wäre etwas mehr Zurückhaltung sicher angebracht gewesen. Solche Trophäenfotos sind nicht mehr zeitgemäß, denn gerade große Fische leiden extrem, wenn man sie zum Fotografieren aus ihrem Element hebt.

Insgesamt jedoch ein sehr interessantes Buch und Nachschlagewerk zu einem attraktiven Preis.

Nymphenfischen – Geheimnisse entlarvt
Hardcover – 374 Seiten
Forelle&Äsche Verlag
ISBN: 978-3-9818566-0-6
Preis: EUR 39,90

Kaufen kann man das Buch beim Verlag Forelle&Äsche

Wie fasse ich einen gefangenen Fisch an?

Regenbogenforelle

Müssen Fische eigentlich für ein gutes Foto sterben?

Alle von uns, die einen schönen oder auch großen Fisch fangen, ihn fotografieren und dann aus Hege- oder anderen Gründen zurücksetzen wollen, sollten wissen, dass das Anfassen und Herausnehmen des Fisches aus dem Wasser eine große Stresssituation für den Fisch bedeutet, die u.U. zum Tod führen kann.
Eine der ersten Regeln, wie man einen Fisch nach dem Fang behandelt (und ggfls. zurücksetzen möchte) ist, ihn niemals mit trockenen Händen anzufassen. Tatsache ist, dass dadurch der Schleim, der die Fischhaut beschützt, angegriffen wird und der Fisch somit anfälliger für Infektionen jeglicher Art ist. Dies ist wissenschaftlich erwiesen und kann ein Sterbefaktor sein, jedoch ist einer der Hauptgründe für den Tod eines gefangenen Fisches die falsche Behandlung nach dem Fang.

Daher nachstehend einige Regeln, die zu beachten sind:
–    Der Fisch sollte so kurz als möglich gedrillt werden, so wie es das Fanggerät und die Vorfachspitze erlauben.
–    Immer einen Kescher mit einem schleimschonenden Netz verwenden.
–    Den Stress nach dem Landen auf ein Minimum begrenzen und sich schon vorher Gedanken machen über ein Foto.

Die anatomische Zeichnung zeigt die Innenstruktur und die äußeren Bestandteile eines Fisches. Besonders wichtig ist die Position des Herzens (rot umrandet) zwischen und unter den Kiemen und der Leber, knapp oberhalb der Brustflossen. Insbesondere die drei Organe Herz, Kiemen und Leber sind sehr anfällig für Schäden, die sofort oder mit Verzögerung zum Tod führen können.

Fisch Anatomie

Durch ein zu starkes Anfassen und Drücken des Fisches im Brustbereich komprimiert man das Herz und möglicherweise auch die Leber und die Kiemen. Daher können Fische, die einem zu starken äußeren Druck auf das Herz und anderen Organen ausgesetzt sind, zwar frei wegschwimmen, jedoch ist die Sterberate danach (und das kann Tage dauern) relativ hoch.

Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte:

Bachforelle, Fische anfassen      Regenbogenforelle, Fische anfassen

Der Griff der rechten Hand ist viel zu fest und verursacht einen unnötigen Druck auf das Herz.

So sollte es gemacht werden:

Regenbogenforelle, Fische anfassen

Dies ist ein korrekter fischschonender Griff. Der Fisch liegt im Handteller und die Finger sind parallel zum Fischkörper ohne einen zu starken Druck auf die Weichteile hinter den Kiemen auszuüben. Der Zeigefinger der linken Hand liegt zwischen den Brustflossen und stützt zudem den Kopf des Fisches ab. Die andere Hand greift vor der Schwanzwurzel und verhindert, dass der Fisch aus den Händen gleitet.
Es sei auch noch erwähnt, dass man vermeiden sollte, den Fisch zu lange aus dem Wasser zu heben, sondern ihn lieber im Wasser zu belassen, abzuhaken und dann freizulassen, denn nur so hat der Fisch die größte Überlebenschance! 30 Sekunden aus dem Wasser verringert die Überlebenschance des Fisches um 30%, jede weitere Sekunde verringert diese bis zu 70 % !

Quellen: Div. Berichte aus Blogs, eigene Recherchen