Bejagung des Kormorans

Bejagung des Kormoran

Dies ist eine gute Nachricht für die Mitglieder der Arge Ahr und allen Fischereipächtern in Rheinland-Pfalz: Die Nachrichtenagentur epd berichtet, dass das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz auch künftig den kontrollierten Abschuss von Kormoranen erlaubt. In den vergangenen Jahren gab es landesweit knapp 6.000 Abschüsse, in der Jagdsaison 2015/16 waren es 853. Damit hält Rheinland-Pfalz an der von Umweltverbänden kritisierten Kormoranverordnung von 2008 fest, die eine Schwerpunktbejagung des Fischräubers unter strengen Bedingungen vorsieht.

Begründet wird die Entscheidung dem epd zufolge insbesondere mit dem Schutz der Fischfauna sowie den wirtschaftlichen Einbußen, die durch den Kormoran entstehen. Um beträchtlichen fischereiwirtschaftlichen Schäden vorzubeugen und seltene Fischarten zu bewahren, dürfen die europaweit unter Naturschutz stehenden Wasservögel daher weiterhin bejagt werden.

Zu den rechtlichen Voraussetzungen für den Abschuss gehört ein „günstiger Erhaltungszustand“ der Kormoranpopulation. Wie das Ministerium dem epd mitteilte, sind die Bestände der schwarzen Wasservögel in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben. Allein 2015 wurden 296 Brutpaare gezählt, im Winter sind es sogar mehrere tausend Exemplare. Durch den kontrollierten Abschuss können Schäden in der Fischereiwirtschaft reduziert werden, ohne dass die Kormoranbestände in Rheinland-Pfalz bedroht werden. In ausgewiesenen europäischen Vogelschutzgebieten sind Abschüsse generell untersagt.

Die genauen jagdrechtlichen Bestimmungen zur Kormoranverordnung in Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Quelle: Outfoxworld und eigene Recherchen

Signalkrebse in der Ahr

Fang von Krebsen

Signalkrebse in  heimischen Gewässern: Invasion aus Nordamerika

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Mitte August wurden sie zum ersten Mal verstärkt in Mayschoss entdeckt: Signalkrebse – die amerikanischen Invasoren. Ungeübten Augen fallen sie nicht direkt auf. Aber jeder Angler und Fliegenfischer weiß, dass diese Flusskrebse bzw. Signalkrebse nicht in die Ahr gehören. Während sie in Nordamerika zur heimischen Fauna gehören, zählen sie hierzulande als Schädlinge, denn sie greifen den Laich von Bachforelle, Äsche und Co. an und schaden so die Fischbestände der Ahr und vieler anderer Mittelgebirgsflüsse. Und damit nicht genug: Gleichzeitig verdrängen sie die heimischen Flusskrebse. Nicht zuletzt dadurch, dass sie die Krebspest übertragen können, gegen die sie aber selbst immun sind. Alles in allem ist also der amerikanische Flusskrebs kein angenehmer Zeitgenosse. Aus diesem Grund wurde der Signalkrebs ( Pacifastacus leniusculus ) in diesem Jahr von der EU auf die Liste der unerwünschten Arten gesetzt.

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Wie kommen Signalkrebse in so großen Mengen nach Mayschoß in die Ahr?

Vermutlich wurden sie durch das starke Hochwasser im Juni von der oberen Ahr ( Hönningen, Insul ) und vom Liersbach, wo der Krebs schon seit ca. 25 Jahren vorkommt, nach Mayschoss geschwemmt, und fühlten sich bei uns gleich wie zuhause. Wir konnten an 2 Tagen ca. 60 Krebse mit der Hand und mit Krebsreusen einsammeln. Die Krebse zu fangen war ein Kinderspiel, denn der Schädling ist kein Versteckkünstler und zeigt sich nur zu gerne. Mit Reuse oder gleich durch beherztes Zupacken, die kleinen Kerlchen waren schnell geschnappt.
Frisch gefangen und gekocht lässt sich der Flusskrebs auch gut verzehren, auch wenn er geschmacklich nicht ganz an den heimischen Edelkrebs oder Hummer herankommt. So lohnt sich das Einsammeln der Invasoren gleich doppelt: Das Ökosystem wird entlastet und das Abendessen ist auch gleich gesichert.

Für all jene, die den Signalkrebs in der Ahr entdecken, hier das passende Rezept:
Eine Gemüsebrühe aufsetzen und in höchster Stufe zum Kochen bringen. Krebse in die kochende Brühe gleiten lassen, 2 bis 3 Minuten kochen lassen, dann die Krebse mit einem Schaumlöffel aus der Brühe nehmen und warmhalten, bis alle Krebse gekocht sind. Auf einem Teller anrichten und genießen. Dazu schmecken Pommes Frites oder Baguette, Ajoli  sowie ein frischer Riesling oder Rivaner.

Johannes Wagner – 1. Vorsitzender der ARGE-Ahr e.V.

Bericht von Roman Moser zum Thema Besatzfische – 2.Teil

Roman Moser

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Mit freundlicher Genehmigung von Roman Moser.

Ein interessanter Bericht von Roman Moser zum Thema Besatzfische!

Roman Moser

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Teil 1 des äußerst interessanten Berichtes von Roman Moser, dem europaweit bekannten Fliegenfischer. Er erlaubte uns freundlicherweise, seine Erfahrungen zum Thema Besatzfische zu veröffentlichen. Teil 2 folgt in Kürze.

Zeitungsbericht über Lachsrückkehrer

Lachs
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GA Bericht über Lachsrückkehrer vom 12.08.2016

Wenn auch dieser Bericht sich nicht auf die Ahr bezieht, ist es dennoch eine gute Nachricht für die Wiedereinbürgerung des Lachses im Rhein/Mosel Gebiet. Der Elzbach wird seit 2004 mit Lachs Smolts in großen Mengen besetzt, dieses Lachsprojekt wird von Herrn Dr. Jörg Schneider ( BFS – Bürogemeinschaft für Fisch- und Gewässerökologische Studien ) betreut, welcher auch für die Wiedereinbürgerung des Lachses in der Ahr verantwortlich zeichnet.

Der Wasserstand der Ahr

Der Wasserstand der Ahr ist ein wichtiger Indikator für den Fischbesatz, aber auch für die Fischerei. Gerade im Sommer bei sehr niedrigem Wasserstand steigen die Wassertemperaturen insbesondere im Mittel- und Unterlauf stark an und beeinflussen die Fischerei. Informieren Sie sich über den neuesten Wasserstand im offiziellen Portal des Landesamtes für Umwelt Rheinland Pfalz, dieses zeigt eine Vielzahl von Pegeln im Bereich des Mittelrheins und seiner Nebenflüsse, für die Ahr sind dies der Pegel Müsch ( im Oberlauf der Ahr ) und  der Pegel Altenahr ( im Mittellauf der Ahr ).

Um den aktuellen Wasserstand zu sehen, einfach auf die Orte klicken!

 

 

 

Äschenbrut verfügbar!

Die Fischzucht Kauth hat in diesem Jahr größere Mengen Äschenbrut!

Die Fische sind 3-4 cm groß und kosten 230,00€ pro 1000 Stück. Am einfachsten ist eine Abholung in der Fischzucht, besondere Behältnisse sind nicht erforderlich. Die Brut wird mit jeweils ca. 300 Stück in stabile Plastiktüten verpackt, diese sind sicher verschlossen und können bequem im Kofferraum transportiert werden. Da die Äschen ausgesprochene Schwarmfische sind, sollten 300 Stück immer an einer Stelle ausgesetzt werden. Die Überlebensrate in solch einem Schwarm ist deutlich höher als wie die Fische in kleineren Mengen besetzt werden.

Der Preis gilt für die nächsten zwei Wochen, bei einer Sammelbestellung ( bitte Mail an theo.simons@arge-ahr.de ) wäre eine Anlieferung der Fischzucht an einem Treffpunkt zwischen Müsch und Dernau möglich, auch Samstag oder Sonntag. Bei Abholung bitte direkt die Fischzucht Kauth kontaktieren ( http://www.fischzucht-kauth.de/ ) oder telefonisch unter 06553 – 900866, Michael Kauth Mobil 0171 – 1765083, Kay Kauth Mobil 0171 – 3088903.

Der Wasserstand der Ahr und die Wassertemperatur sind im Moment perfekt für den Besatz von Brutfischen!

Fischbesatz im Mai 2016!

In der ersten Maiwoche wurden in vielen Abschnitten der Ahr Äschen und Bachforellen besetzt. Die Fische kamen alle aus der Fischzucht Kauth ( http://www.fischzucht-kauth.de/ ), die seit vielen Jahren Fische allerbester Herkunft ( reiner Eifelstamm ) und Qualität liefert. Dank der exzellenten und detaillierten Vorarbeit von Herrn Dr. Heinz Rütz ging die Besatzmaßnahme an zwei Tagen in den verschiedenen Abschnittten der Ahr reibungslos vonstatten.
Insgesamt wurden folgende Mengen besetzt:
–    50.000 Bachforellen Größe 3-4 cm
–    10.000 Bachforellen Größe 12-15 cm
–    1.000 Bachforellen Größe 18-20 cm
–    8.000 Äschen Größe 12-15 cm
–    1.500 Äschen Größe 15-20 cm
Diese Fische kommen letztendlich allen Pächtern der Ahr zugute, da sie sich im Laufe der Zeit z.Bsp. durch Hochwasser verteilen werden. Dennoch hier nochmals der Aufruf an alle Pächter, sich an den jährlichen Besatzaktionen zu beteiligen. Der Besatz wird zudem von der Arge-Ahr bezuschusst, so dass auf die bestellten Mengen nochmals 10 % mehr dazu kommen. Ein weiterer Vorteil, neben vielen anderen, Mitglied in der Arge-Ahr zu werden.

HIER können Sie Ihren Antrag auf Mitgliedschaft in der Arge-Ahr stellen.

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Brutboxen

Liebe Pächter, Fischer und Freunde der Ahr,

heute haben wir 30 m+s Brutboxen mit je 5000 Bachforelleneiern bestückt. Die Eier waren in einem sehr guten Lieferzustand und teilweise waren die Forellen kurz vor dem Ausschlüpfen. Es dauert somit also nicht mehr so lange und die kleinen Forellen sind in der Ahr – wenn das Wetter mitspielt.

Bei optimistischen -11°C in der Sonne und mind. -14°C im Schatten hatten die harten Kerle nicht sehr viel Zeit, die Besatzarbeit zu verrichten. Zu leicht wären die Eier erfroren. Bei uns in Fuchshofen ging es eigentlich recht gut, wenn man von der Hackarbeit im Eis und dem eiskalten Wasser absieht.