Buchvorstellung: Leon Janssen – Fliegenfischen

Leon JanssenDer holländische Fliegenfischer Leon Janssen hat ein interessantes Buch über das Fliegenfischen verfasst, sein Verlag nennt es im Untertitel „Das Standardwerk zu Insektenkunde, Bindeanleitungen und taktischem Vorgehen“. Das ist ein großes Vorhaben, welchem das Buch nicht immer gerecht wird.

Die wichtigsten Schlagwörter sind: Insektenkunde – Wann schlüpft welche Fliege?, Wunderfliegen (etwas übertrieben…) – 42 Fliegen für jede Jahreszeit, Fliegenbinden – Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Technik&Taktik – Welches Vorgehen ist wann vorteilhaft?

Die Kapitel sind wie folgt:
–    Vorwort: Vom Buch zur gelebten Praxis
–    Imitationen als Verführer mit div. Unterverzeichnissen wie Trigger, Entomologie, Wunderfliegen, Präsentation, selektive Fische u.v.m.
–    Der frühe Frühling
–    Mai bis Mitte Juni
–    Von Mitte Juni bis zum Sommer
–    Der Sommer
–    Der Herbst

Alle Fliegen für die jeweiligen Jahreszeiten werden ausführlich beschrieben und die Bindeanleitungen sind umfangreich und zudem einfach zu verstehen.

Neben den vielen praxibezogenen Beschreibungen fügt der Autor immer wieder fischereiliche Anekdoten ein, die zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln anregen sollen. Dies gelingt meistens, jedoch ist die Übersetzung der Texte aus dem holländischen ins deutsche nicht immer gut gelungen, da hat der Verlag wohl am falschen Ende gespart.

Da der Autor viel in Flüssen fischt oder gefischt hat, die einem hohen Befischungsdruck ausgesetzt sind, so z.Bsp. an vielen französischen Mittelgebirgsflüssen und auch in Flüssen der Eifel, sind die aufgeführten Fliegen für die verschiedenen Jahreszeiten und deren Anbietetaktik äußerst hilfreich und bieten den einen oder anderen „Aha“ Effekt.

Alles in allem ein gelungenes Buch, welches aus meiner Sicht jedoch mehr den Anfänger als den erfahrenen Fliegenfischer anspricht.

Eine etwas ausführlichere Beschreibung des Inhaltes findet man im Fliegenfischerblog „Forelle&Äsche“ von Tankred Rinder unter „Fliegenfischen: Leon Janssen – keine voreiligen Schlüsse ziehen“

Bezugsquelle: Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH
Hardcover
220 Seiten
ISBN 978-3-440-15009-2

Fischbesatz für die Ahr

Fischzucht Kauth

Am letzten Wochenende wurde wieder der alljährliche Frühjahrs Fischbesatz für die Ahr in Zusammenarbeit mit der Fischzucht Kauth vorgenommen. Fast im gesamten Lauf der Ahr wurden folgende Mengen Brut und Kleinfische ausgesetzt:

Bachforellenbrut in der Größe 3-4 cm – 35.000 Stück
Bachforellen in der Größe 12-15 cm – 11.000 Stück
Äschen in der Größe 10-15 cm – 8.500 Stück

Bachforellen Brut, Fischbesatz               Bachforellen, Fischbesatz

Alle Fische wurden von der Fischzucht Kauth ( www.fischzucht-kauth.de ) aufgezogen und schonend in großen Tanks angeliefert. Bei schönem Wetter und idealem Wasserstand setzten viele kleine und große Helfer die Fische schonend in ihren neuen Lebensraum. Den reibungslosen Ablauf der beiden Besatztage verdanken wir auch dieses Jahr wieder der Bestell- und Logistikoordinierung unseres Mitglieds Dr. Heinz Rütz, wofür wir uns ausdrücklich bei ihm bedanken!

Zuschuss der Arge Ahr zum Fischbesatz

Es sei nochmals ausdrücklich erwähnt, dass die Arge Ahr den Fischbesatz seiner Mitglieder mit 20% der jeweiligen Summe bezuschusst. Davon profitieren alle Arge Ahr Mitglieder, also nehmen Sie bitte zukünftig am Gemeinschaftsbesatz teil und nutzen neben der einheitlichen Qualität der Fische auch den Preisvorteil! Falls Sie bisher keine Mails zum Thema Besatz bekommen haben, melden Sie sich bitte bei Theo Simons ( theo.simons@arge-ahr.de ).

Äschen Setzlinge

 

Verpachtung Trierbach und Armutsbach

Trierbach

Zwei Nebenbäche der Ahr stehen zur Verpachtung an:

  • Trierbach ab Gemarkungsgrenze Müsch/Hoffeld bis Einmündung Nohnerbach
  • Armutsbach im Bereich Ohlenhard/Hümmel/Wershofen

Beide Bäche sind Laichgewässer von Forellen, befischbar, absolut naturbelassen und liegen landschaftlich sehr reizvoll. Wer Interesse an der Anpachtung und Bewirtschaftung dieser Gewässer-Kleinode hat, wendet sich an Herrn Jürgen Adriany bei der Verbandsgemeindeverwaltung Adenau.

Jürgen Adriany
Fachbereichsleiter Finanzen und Abgaben
Verbandsgemeindeverwaltung Adenau
53518 Adenau
Tel.: 02691/305-400
E-Mail: juergen.adriany@adenau.de

Günter Henseler zum 70.Geburtstag

In diesem Jahr feierte unser langjähriges ARGE-Ahr Mitglied, der bekannte Rutenbauer Günter Henseler, seinen 70. Geburtstag. Günter Henseler wurde in Bonn-Bad Godesberg geboren und seiner rheinischen Heimat blieb er bis heute treu. Günter Henseler hat mit einer Schreinerlehre und der Gesellen- und Meisterprüfung eine grundsolide Ausbildung für seine spätere Betätigung als Erbauer von gespließten Fliegenruten durchlaufen.

1988 erschien in Heft 79 der Zeitschrift „Der Fliegenfischer“ ein Foto, welches während der niederländischen Fliegenfischerausstellung Flyfair aufgenommen wurde. Schon damals gehörte Günter Henseler zu den führenden Rutenbauern in Europa.

Flyfair 1988 Günter Henseler

Von links nach rechts in der oberen Reihe:
Geritt Glezer, Piet Veugelers, Tom Moran, Ids Schucken, Stefan Pauli, Rolf Baginski,
Leen Huismann und Mike Brookes.
In der unteren Reihe:
Günter Henseler, Nico van Bakergem, Ger Vromen und Peter J. Budde.

So fing es an:

Im Jahre 1983 meldete Günter Henseler sein Gewerbe als professioneller Rutenbauer an und in den darauffolgenden Jahren erfolgte der Vertrieb seiner Ruten u.a. über die damals führenden Händler für Fliegenfischerbedarf im deutschsprachigen Raum wie z.B. Rudi Hebeisen in Zürich oder Rudi Heger in Siegsdorf.
Alle Henseler Ruten tragen sein Markenzeichen, den grafisch aufgearbeiteten Buchstaben „H“, über dem Rutengriff und so wurde er schnell in ganz Europa bekannt. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag allerdings immer auf der Anfertigung individueller Fliegenruten in höchster Qualität für Einzelkunden.
Der Einfluss von seinem Freund Walter Brunner, den er regelmäßig bei seinen vielen Besuchen in Österreich an der Traun oder an der Steyr besuchte, war und ist unverkennbar.

Aktuelle Modelle:

Für die Arbeitsgemeinschaft ARGE-Ahr hat er eine wunderschöne Jubiläumsrute in limitierter Auflage von nur 10 Stück entworfen. Diese Fliegenrute hat die Länge von 7′ 3“ (ca. 2,20 m) für die Schnurklassen 4 bis 5. Ergänzend dazu entwickelte er eine Fliegenrute speziell für die Äschenfischerei in der Länge 7′ 7“ (ca.2,31), für die Schnurklassen 3 bis 4 und eine weitere Rute für das ganz feine Fischen in der Länge 7′ (ca.2,13m) für die Schnurklassen 2 bis 3.

Günter Henseler gespließte Fliegenruten

In diese Ruten ist die ganze langjährige Erfahrung seiner Rutenbauertätigkeit eingeflossen, sie decken das gesamte Spektrum der ausgezeichneten Henseler Ruten für Mittelgebirgsflüsse wie z.Bsp. die Ahr ab. Heute baut Günter Henseler aufgrund seines Alters und zur Schonung seiner Gesundheit nur noch wenige Ruten.

Wir gratulieren Günter Henseler herzlichst zum Geburtstag und wünschen ihm alles Gute und besonders viel Gesundheit.

Ein Bericht von Dr.Heinz Rütz

70-jährige britische Tradition endet 2018

Ahr Ahrdorf 70-jährige britische Tradition

Nach fast 70 Jahren endet das Engagement der ehemaligen britischen Botschaft bzw. des British-Flyfishing-Syndicates für die an der oberen Ahr in NRW gelegenen Ahr IV. Diese besonders schöne naturbelassene Strecke der Ahr von Ahrdorf aufwärts ist ab dem Jahr 2018 von unserem Mitglied Dr. Michael Merz angepachtet worden. An dieser Strecke haben durch die Briten viele Eifeler das Fliegenfischen gelernt. Die Strecke liegt in ihrer Gesamtheit im Projekt Ahr 2000, wird daher nur extensiv bewirtschaftet und hat einen ausgezeichneten Stamm wilder Bachforellen.

Wir gratulieren Herrn Dr. Merz sehr herzlich.

Verfasst von Dr. Heinz Rütz

Udo Hildebrandts Auktionshaus schließt mit der 39. Auktion

Udo Hildebrandt Auktionen

Mit der 39. Auktion am 06.Mai 2017 schließt das auch von vielen Ahrfischern sehr geschätzte Auktionshaus U.Hildebrandt in Bad Karlshafen, bekannt durch viele Auktionen mit neuem und altem Fischereigerät. Damit zieht sich der Auktionär und Rutenbauer von ausgezeichneten gespließten Fliegenruten in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Wir wünschen Udo Hildebrandt für die Zukunft alles Gute und vor allen Dingen Gesundheit, damit er noch viele Jahre mit seinem Hund gemeinsam zum Fischen gehen kann.

Die nächste Auktion wird am 11.11.2017 (nur ein Nichtrheinländer kann dieses Datum wählen) in München im Wirtshaus am Bavariapark an der Oktoberfestwiese stattfinden. Die Versteigerung wird durch den in Fliegenfischerkreisen bekannten Hansi Wurm, Amalienstr. 10, 80333 München, durchgeführt. Weitere Details finden Sie HIER.

Wir wünschen viel Erfolg.

Verfasst von Dr. Heinz Rütz

ACHTUNG Schwarzangler!

Schwarzangler

Wir alle kennen das Problem der Schwarzangler an unseren Pachtgewässern. Neben der Tatsache, dass sie ohne unsere Erlaubnis dort fischen, richten sie einen enormen Schaden an, da in der Regel alle gefangenen Fische mitgenommen werden.

Die Schwarzangelei oder Fischwilderei ist kein Bagatelldelikt, sondern eine Strafsache.

Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) definiert im § 293 den Tatbestand der Fischwilderei sinngemäß wie folgt:
„Fischwilderei ist die Verletzung eines fremden Fischereirechts oder Fischereiausübungsrechtes dadurch, dass jemand unberechtigt fischt oder eine Sache, die dem Fischereirecht unterliegt, sich zueignet, beschädigt oder zerstört. Sie wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit einer Geldstrafe bis zu EUR 5.000,- bestraft.“

Zudem ist wichtig zu wissen, dass bereits derjenige, der eine Angel in der Hand hält, sich der Fischwilderei schuldig macht, wenn er keinen staatlichen Angelschein vorzeigen kann. Der Angelschein ( Jahresfischereischein ) genügt aber zumeist nicht, für das zu befischende Gewässer ist außerdem eine separate Erlaubniskarte im Voraus zu erwerben. Fehlt diese, kann ebenfalls eine Fischwilderei vorliegen.

Aktuell führen Beamte der Polizeidirektion Adenau verstärkt Kontrollen gegen Schwarzangler durch. Dies ist sehr zu begrüßen und hat in letzter Zeit bereits zu Erfolgen gegen die Schwarzfischerei geführt, wofür ich mich an dieser Stelle im Namen der Arge Ahr e.V. ausdrücklich bedanken möchte.

Zu beachten ist, dass alle Personen, die in unseren Pachtgewässern fischen, sich mit einem Erlaubnisschein des Pächters ausweisen müssen. Dies erleichtert die polizeilichen Kontrollen enorm und unterstützt diese bei ihrer Arbeit. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Polizei bei fehlenden Dokumenten u.U. sogar ein Ordnungsgeld verhängen kann in einer nicht unerheblichen Höhe.

Quellen: Wikipedia und eigene Recherchen

Der Frühling ist da – Zeit zum Saubermachen!

Ahr, Uferreinigung, Zeit zum Saubermachen

Der Frühling ist da und die Fischereisaison hat schon begonnen, aber jetzt ist genau die richtige Zeit, um die Ufer der Ahr zu säubern und alles zu entfernen, was der Winter und die Hochwasser angeschwemmt haben. Plastik gehört in die Gelbe Tonne und nicht in die Natur!

Also Gummistiefel angezogen, Plastiksäcke eingepackt und los geht`s!

Aktuelles Update – Grobe Verschmutzung des Ahbaches!

Verschmutzung des Ahbaches

Ein aktuelles Foto von heute vom Einlauf des Ahbaches  in die Ahr unterhalb von Ahrdorf. Offenbar wird hier verbotenerweise eine kalkhaltige Substanz von einem Anrainer entsorgt. Der Verschmutzer ist bekannt, wird aber bis zur Klärung des Vorfalls nicht genannt. Die zuständigen Wasser- und Naturschutzbehörden (Untere Wasserbehörde in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen) wurden bereits informiert und sind schon vor Ort, um den Verursacher zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden diese veröffentlicht.

Die neuesten Erkenntnisse hierzu mit Stand vom 29.03.2017:

Das Arge Ahr Mitglied Herr Dr. Rütz hatte die Kreisverwaltung Vulkaneifel, in deren Verantwortungsbereich der Verursacher der Verschmutzung seinen Sitz hat, über diese Umweltverschmutzung informiert. Die Abteilung Bauen, Umwelt und Schulen der Kreisverwaltung hat daufhin kurzfristig einen Ortstermin durchgeführt und sich ausführlich informiert.

Nachstehend ein Auszug aus dem Schreiben der Kreisverwaltung Vulkaneifel an Herrn Dr.Rütz:

„Die Gewässereintrübung beim letzten Regenereignis am 07./08.17 kam dadurch zustande, weil sich ein Zulauf zu einem Absatzbecken im Bereich der Überfahrt über den Ahbach…zugesetzt hatte.  Nach Inaugenscheinnahme der Örtlichkeit zusammen mit….konnte fesgestellt werden, dass sämtliche Zuläufe….im Bereich des Ahbachs…gereinigt und Instandgesetzt wurden. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht erscheinen die getroffenen Maßnahmen geeignet, um einen größtmöglichen Schutz des Ahbaches vor Eintragungen zu gewährleisten.“

Herr Dr. Rütz steht nach wie vor in Kontakt mit dem Verursacher und es wird weitere Treffen geben. Das Ergebnis dazu werden wir wieder als ein weiteres Update in diesem Bericht veröffentlichen.

 

Totholz in Fließgewässern

Totholz

Wir alle kennen Totholz in unseren Gewässern, wobei man unterscheiden muss zwischen grobem Totholz (Durchmesser größer als 10 cm) und feinem Totholz (bis 1 cm bzw. unter 10 cm Durchmesser). Alles, was unter 1 cm groß ist, wird üblicherweise als Reisig (verholztes Material) oder Blätter (unverholztes Material) unterteilt.
Nachstehend ist die Bedeutung von Totholz in Fließgewässern aufgeführt:

Totholz in Fließgewässern
Bei allen Formen des Totholzes reden wir von organischem Material, was von außen in das Wasser hineingetragen wird oder was bereits im Fließwasser gewachsen ist, also abgestorbene Wasserpflanzen. Die Ansammlung von kleinem und kleinstem Totholz nennt man wissenschaftlich partikuläres organisches Material oder Detritus. Feinste Schwebstoffe aus gelöstem organischem Material werden als Feindetritus bezeichnet.

Totholz ist äußerst wichtig für die Gewässerentwicklung

Es dient als Lebensraum für die Fischfauna als auch für das Makrzoobenthos (alle Wasserinsekten), wobei die Größe mit entscheidend ist. Baumstämme und Wurzelstöcke, die nicht fest verankert sind, können ungehindert vom Hochwasser weggeschwemmt werden und stellen u.U. eine Gefahr für Brückenpfeiler und für Überschwemmungen in Wohngebieten dar.
Quelle: Dr. Jochem Kail, Dr. Ing. Marc Gerhard – Totholz in Fließgewässern – eine Begriffsbestimmung
www.totholz.de

Eine weitere sehr interessante Literatur zu diesem Thema ist die Broschüre „Totholz in Fließgewässern“ – Empfehlungen zur Gewässerentwicklung, von Dr. Ing. Marc Gerhard und Prof. Dr. Michael Reich

Totholz

Die Broschüre ist als .pdf Datei zum Download im www. verfügbar, einfach auf das Bild klicken und man wird automatisch dorthin geleitet. Das Herunterladen dauert je nach Verbindung zwischen 15 und 20 Sekunden. Man kann die Broschüre dann am Bildschirm lesen oder auch ausdrucken.