Fischerei-Erlaubnisscheine – was zu beachten ist

Erlaubnisscheine für Jahres- oder Tageskarteninhaber

Seit einiger Zeit kontrolliert die örtliche Polizei die Berechtigung zur Ausübung des Fischfangs. Dies geschieht ausdrücklich auf Wunsch der Arge-Ahr e.V.  Die Polizei ist hierbei durchaus erfolgreich und es kam infolgedessen zu einigen Verurteilungen. Die höchste Strafe von 4000 Euro wurde einem Fischwilderer auferlegt, der im Bereich von Müsch in der Ahr widerrechtlich fischte. Die Polizei kann ihrer Aufgabe aber nur zumutbar nachkommen, wenn die Pächter für die notwendige Legitimation der Fischereiausübenden sorgen. Die Suche nach dem Pächter, der sich weit von der Rufweite seines Fischereigastes aufhält, kann der Polizei nicht zugemutet werden.

Die Paragraphen 33 bis 42 des Landesfischereigesetzes in Verbindung mit der Landesverordnung zur Durchführung des Landesfischereigesetzes für Rheinland-Pfalz regeln dies eindeutig.

1. Wer den Fischfang ausübt, muss einen auf seinen Namen lautenden Fischereischein bei sich führen und diesen auf Verlangen den Aufsichtspersonen, den Fischereiberechtigten und den Fischpächtern zur Einsichtnahme aushändigen.
2. Wer in einem Gewässer, in dem er nicht Fischereiberechtigter oder Fischpächter ist, den Fischfang ausübt, muss unbeschadet des Paragrafen 33 einen Erlaubnisschein des Fischereiberechtigten oder Fischpächter bei sich führen.

Dieser Erlaubnisschein zum Fischfang muss mindestens folgende Angaben enthalten:
1. Bezeichnung des zum Abschluss des Fischereierlaubnisvertrages Berechtigen (Pächter) sowie dessen Unterschrift oder die Unterschrift eines Bevollmächtigten,
2. Name, Vorname und Wohnung des Inhabers des Erlaubnisscheines,
3. Datum der Ausstellung und Gültigkeitsdauer; diese darf ein Jahr nicht überschreiten und muss mit dem Ablauf des Kalenderjahres enden,
4. Bezeichnung des Gewässers, auf das sich der Erlaubnisvertrag bezieht,
5. Angaben über die zugelassenen Fanggeräte und Fahrzeuge.

Durch Bevollmächtigung in Paragraf 33 kann das zuständige Fachministerium nach weitere verbindliche Regelungen treffen. Hiervon ist durch die Landesverordnung zur Durchführung des Landesfischereigesetzes (Landesfischereiordnung) Gebrauch gemacht worden. Hiernach ist die in der Anlage 2 dieser Vorschrift vorgesehen Form für den Erlaubnisschein zwingend einzuhalten.

HIER geht es zum Muster ( .pdf-Format ) eines Erlaubnisscheins.

Weitere Regelungen gegebenenfalls auf einem eigenen Merkblatt sollten aus der Sicht des Pächters gewollte Art der Befischung sicherstellen, wie z.B. Entnahmeregelungen, Fliegenfischen ohne Widerhaken, besondere Schongebiete, Gastfischer sollten sich in Rufweite des Fischereiberechtigten aufhalten.

Ich bitte meine Anregung zu beachten und, falls nötig, auch umzusetzen.

Viele Grüße und Petri Heil,

Dr. Heinz Rütz

HIER geht es zu einem weiteren interessanten Bericht.