Die Mühlkoppe (Cottus gobio), auch Groppe, Rotzkopf, Westgroppe, Koppe oder Dolm genannt, ist ein kleiner Süßwasserfisch. Sie ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Grundfisch mit spindelartigem Körper, einem großen, breiten Kopf (beim Männchen breiter, beim Weibchen spitzer), glatter, schuppenloser Haut, brustständigen Bauchflossen und einer zurückgebildeten Schwimmblase, die Größe variiert zwischen 12 bis 16 cm. Die Färbung ist stark vom Wohngewässer abhängig. Meist ist die Oberseite gräulich, ocker oder braun, mit unregelmäßigen Flecken.

Mühlkoppe

Die Mühlkoppe ist der typische Begleitfisch der Forellen- und Äschenregion von Fließgewässern bis in Höhen von etwa 2000 m über dem Meeresspiegel sowie in sommerkühlen Seen wie dem Bodensee. Sie stellt große Ansprüche an die Wasserqualität, benötigt eine hohe Sauerstoffkonzentration, niedrige Wassertemperaturen und lebt vorwiegend auf steinigem Grund.

Weil Gewässerverbauung und -verschmutzung Populationen dieser Fischart gefährden können, ist die Mühlkoppe in den Anhang II der FFH-Richtlinie aufgenommen worden. Da sie nur mäßig schwimmen kann, stellen selbst niedere Schwellen unüberwindbare Hindernisse dar. Um Energie zu sparen, bewegt sie sich mit gespreizten Brustflossen meist nur ruckartig über den Boden. Auf steinigem Untergrund ist sie in Ruhestellung gut getarnt und hält sich tagsüber versteckt.

Die Mühlkoppe ernährt sich von kleinen Bodentieren wie zum Beispiel Insektenlarven und Bachflohkrebsen. Im Gegensatz zu Angaben in älterer Literatur sind Fischeier und -larven kein häufiger Bestandteil ihrer Nahrung.

Was die Laichzeit anbelangt, gibt es große Unterschiede von Gewässer zu Gewässer. Meist fällt sie in den Zeitraum Februar bis Mai. Der Milchner (Männchen) baut eine Grube unter Steinen, in die der Rogner (Weibchen) seine Eier ablegt. Der Milchner bewacht das Nest, bis die Jungfische nach vier bis sechs Wochen schlüpfen.

Quelle:
Wikipedia und eigene Recherchen