Äschen (Thymallus) gehören zur Ordnung der Salmoniformes, zu der auch Lachse und Forellen gehören. Die mitteleuropäische Äsche (Thymallus thymallus) ist eine Fischart, die in schneller fließenden Flüssen und größeren Bächen lebt. Sie gibt diesem Lebensraum auch seinen gewässerökologischen Namen: Äschenregion. Die Verbreitung der europäischen Äsche erstreckt sich von England und Wales über die Mittelgebirgsregionen Nord-, Mittel-, Ost- und Westeuropas bis ans Schwarze Meer. Keine natürlichen Bestände findet man in den westlichen Teilen der Benelux-Staaten, in Südfrankreich, der iberischen Halbinsel, Italien und Griechenland. Auch im größten Teil von Norwegen und Dänemark ist sie nicht autochthon.

Die Äsche war in Deutschland Fisch des Jahres in den Jahren 1997 und 2011, in Österreich Fisch des Jahres 2002 und 2011 und wurde vom STS (Schweizerischer Tierschutz) zum Fisch des Jahres 2007 gewählt.

Äsche

Junge Äschen besiedeln in Gruppen oder Schwärmen das offene Wasser, ältere Tiere sind Einzelgänger und halten sich am Grund auf (Grundäsche). Sie wechseln ihren Standort selten und sind nicht an Unterstände gebunden. Die wichtigsten Merkmale der Äsche sind ein langgestreckter und stromlinienförmiger Körper, eine Fettflosse, die hohe Rückenflosse (Fahne) mit 5 bis 8 dunklen, teilweise unterbrochenen Streifen, ein halbunterständiges Maul und eine nach vorne zugespitzte Pupille. Der Rücken ist dunkel graugrün mit noch dunkleren parallel verlaufenden Strichen, sie hat zudem mittelgroße und festsitzende Schuppen und auf der vorderen Körperhälfte ca. 15 bis 20 unregelmäßig verteilte schwarze Punkte (auch auf den Kiemendeckeln).

Das durchschnittliche Alter der Äsche beträgt 5 Jahre, wobei Ihr maximales Alter 8-10 Jahre ist. Das Gewicht der ausgewachsenen Äsche beträgt etwa 500 bis 1500 Gramm; die Länge der ausgewachsenen Äsche liegt in der Regel zwischen 30 und 50 Zentimeter. Besonders große Exemplare können bis zu 3000 Gramm schwer und bis zu 60 Zentimeter lang werden.

Damit sich Äschen in einem Gewässer wohlfühlen, brauchen sie lockeren, mit Wasser überströmten Kies für die Fortpflanzung; flache, strömungsberuhigte Uferzonen für die Jungfische und tiefere Wasserläufe für die erwachsenen Fische. Diese unterschiedlichen Lebensräume sind in einem Gewässer kleinräumig oft nicht gegeben. Die Äsche unternimmt deshalb im Tagesverlauf, während des Jahres und im Laufe ihres Lebens kleinere und größere Wanderungen. Sie ist daher auf eine gute Durchgängigkeit in den Gewässern angewiesen.

Die Nahrung der Äsche besteht vorwiegend aus Anflugnahrung, bodenlebenden Insektenlarven, darunter Eintagsfliegen-, Köcher-, Zuckmücken-, Steinfliegenlarven, sowie aus Kleinkrebsen, wie etwa Bachflohkrebsen. Nur kapitale Exemplare nehmen gelegentlich auch Fischbrut, sowie Jungfische als Nahrung auf. Im Gegensatz zu anderen lachsartigen Fischen spielt sich die Fortpflanzung der Äschen im Frühjahr ab, vor allen in den Monaten März bis April. In dieser Zeit wandern die Äschen meist nur kurze Strecken zu ihren angestammten Laichplätzen, welche sich im seichten, schnell strömenden Wasser über Kiesbetten befinden.

Nur in Ausnahmefällen werden weiter entfernt liegende Laichplätze aufgesucht. Nach heftigen Laichspielen werden die Geschlechtsprodukte über flachen Laichgruben abgegeben, wonach sich die befruchteten Eier unter wenigen Zentimetern Kies entwickeln. Die Ei-Menge beträgt etwa zwischen 5000 bis 7000 Eier je Rogner und Kilogramm Körpergewicht. Die Ei-Entwicklung ist wesentlich kürzer als bei Bachforellen und dauert typischerweise zwei bis vier Wochen (180–200 Tagesgrade). Die frisch geschlüpften Larven sind nach etwa 10 Tagen fressfähig und schließen sich schnell zu kleineren Gruppen zusammen.
Durch Gewässerverschmutzung, -verbauten und andere äußere Einflüsse ist die Äsche immer mehr im Rückgang begriffen. Sie benötigt klares, kühles Wasser und wächst eher langsam.

Daher ist die Nachzucht umso notwendiger, jedoch ist diese wegen der hohen Ansprüche an die Wasserqualität sehr aufwendig. Die größten Schwierigkeiten bestehen darin, in den wenigen natürlichen Beständen geeignete Elterntiere zu finden, um Eier und Samen zu gewinnen.

Quellen:
Wikipedia und eigene Recherchen