Aktuelles Update – Grobe Verschmutzung des Ahbaches!

Verschmutzung des Ahbaches

Ein aktuelles Foto von heute vom Einlauf des Ahbaches  in die Ahr unterhalb von Ahrdorf. Offenbar wird hier verbotenerweise eine kalkhaltige Substanz von einem Anrainer entsorgt. Der Verschmutzer ist bekannt, wird aber bis zur Klärung des Vorfalls nicht genannt. Die zuständigen Wasser- und Naturschutzbehörden (Untere Wasserbehörde in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen) wurden bereits informiert und sind schon vor Ort, um den Verursacher zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden diese veröffentlicht.

Die neuesten Erkenntnisse hierzu mit Stand vom 29.03.2017:

Das Arge Ahr Mitglied Herr Dr. Rütz hatte die Kreisverwaltung Vulkaneifel, in deren Verantwortungsbereich der Verursacher der Verschmutzung seinen Sitz hat, über diese Umweltverschmutzung informiert. Die Abteilung Bauen, Umwelt und Schulen der Kreisverwaltung hat daufhin kurzfristig einen Ortstermin durchgeführt und sich ausführlich informiert.

Nachstehend ein Auszug aus dem Schreiben der Kreisverwaltung Vulkaneifel an Herrn Dr.Rütz:

„Die Gewässereintrübung beim letzten Regenereignis am 07./08.17 kam dadurch zustande, weil sich ein Zulauf zu einem Absatzbecken im Bereich der Überfahrt über den Ahbach…zugesetzt hatte.  Nach Inaugenscheinnahme der Örtlichkeit zusammen mit….konnte fesgestellt werden, dass sämtliche Zuläufe….im Bereich des Ahbachs…gereinigt und Instandgesetzt wurden. Aus wasserwirtschaftlicher Sicht erscheinen die getroffenen Maßnahmen geeignet, um einen größtmöglichen Schutz des Ahbaches vor Eintragungen zu gewährleisten.“

Herr Dr. Rütz steht nach wie vor in Kontakt mit dem Verursacher und es wird weitere Treffen geben. Das Ergebnis dazu werden wir wieder als ein weiteres Update in diesem Bericht veröffentlichen.

 

Schonzeiten und Mindestmaße

Schonzeiten

Schonzeiten

Die Schonzeiten und Mindestmaße der Salmoniden in der Ahr unterliegen dem Fischereigesetz der Bundesländer. Da die Ahr in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz liegt, gelten für die jeweiligen Teile die entsprechenden Landesvorschriften. Um sicher zu sein, dass der Fischer sich korrekt verhält, sind hier die Schonzeiten und Mindestmaße für Äschen und Forellen aufgeführt.

Nordrhein-Westfalen

( Verlauf: Quelle Blankenheim bis Landesgrenze stromabwärts zwischen Ahrdorf und Dorsel )
Fischereigesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LFischG I.d.F.v. 9.Febr. 2010) Landesfischereiverordnung (LFischVO i.d.F. v. 13. Nov. 2014)

Besonderheit: Die Ahr befindet sich nicht innerhalb der im Erlass vom 9.5.2014 genannten Äschenschutzkulisse. Es gilt daher lediglich die Artenschonzeit vom 1.3. – 30.4 eines Jahres gemäß der geltenden Landesfischereiordnung NRW.

Mindestmaße:
Äsche: 30 cm
Bachforelle: 25 cm

Befristete Schonzeiten ( jeweils einschließlich des Datums ):
Äsche:  1. März bis 30. April
Bachforelle: 20. Oktober bis 15. März

Für Regenbogenforellen gilt es kein Mindestmaß und keine Schonzeit.

Rheinland-Pfalz

( Verlauf: Landesgrenze stromabwärts zwischen Ahrdorf und Dorsel bis Mündung Bad Bodendorf )
Landesfischereigesetz (LFischG) I.d.F. v. 27. Okt. 2009) Landesfischereiverordnung vom 14. Okt. 1985

Schonzeiten:
Frühjahrsschonzeit 15. April bis 31. Mai
Flußabschnitt: vom Bodendorfer Wehr, etwa 100 m oberhalb der ehemaligen Gemarkungsgrenze Bodendorf-Sinzig bis zur Mündung in den Rhein
Winterschonzeit 15. Oktober bis 15. März
Gemäß Paragraf 19 (3) Landesfischereiverordnung darf in der Ahr während der Winterschonzeit vom 15. Oktober bis zum 31. Dezember der Fischfang auf Äschen mit der künstlichen Fliege ausgeübt werden.

Mindestmaße:
Äsche: 30 cm
Bachforelle: 25 cm
Regenbogenforelle: 25 cm

Artenschonzeiten ( jeweils einschließlich des Datums ):
Äsche 15. Februar bis 30. April
Bachforelle und Regenbogenforelle 15. Oktober bis 15. März

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Eine Zusammenstellung mit freundlicher Unterstützung von Herrn Dr.Heinz Rütz

Bejagung des Kormorans

Bejagung des Kormoran

Dies ist eine gute Nachricht für die Mitglieder der Arge Ahr und allen Fischereipächtern in Rheinland-Pfalz: Die Nachrichtenagentur epd berichtet, dass das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz auch künftig den kontrollierten Abschuss von Kormoranen erlaubt. In den vergangenen Jahren gab es landesweit knapp 6.000 Abschüsse, in der Jagdsaison 2015/16 waren es 853. Damit hält Rheinland-Pfalz an der von Umweltverbänden kritisierten Kormoranverordnung von 2008 fest, die eine Schwerpunktbejagung des Fischräubers unter strengen Bedingungen vorsieht.

Begründet wird die Entscheidung dem epd zufolge insbesondere mit dem Schutz der Fischfauna sowie den wirtschaftlichen Einbußen, die durch den Kormoran entstehen. Um beträchtlichen fischereiwirtschaftlichen Schäden vorzubeugen und seltene Fischarten zu bewahren, dürfen die europaweit unter Naturschutz stehenden Wasservögel daher weiterhin bejagt werden.

Zu den rechtlichen Voraussetzungen für den Abschuss gehört ein „günstiger Erhaltungszustand“ der Kormoranpopulation. Wie das Ministerium dem epd mitteilte, sind die Bestände der schwarzen Wasservögel in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren weitgehend konstant geblieben. Allein 2015 wurden 296 Brutpaare gezählt, im Winter sind es sogar mehrere tausend Exemplare. Durch den kontrollierten Abschuss können Schäden in der Fischereiwirtschaft reduziert werden, ohne dass die Kormoranbestände in Rheinland-Pfalz bedroht werden. In ausgewiesenen europäischen Vogelschutzgebieten sind Abschüsse generell untersagt.

Die genauen jagdrechtlichen Bestimmungen zur Kormoranverordnung in Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Quelle: Outfoxworld und eigene Recherchen