Wichtige Info zum Fang von Krebsen!

Fang von Krebsen

Aus aktuellem Anlaß möchte die Arge-Ahr e.V. ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Fang von Krebsen in der Ahr ausschließlich den Inhabern des Fischereirechts gestattet ist.

Das Fischereirecht (Landesfischereigesetz Rheinland-Pfalz i.d.F. vom 27. Oktober 2009, GVBl.S.358) definiert in § 4 den Inhalt des Fischereirechts. Dieses umfaßt die Befugnis in einem Gewässer Fische, Neunaugen, Krebse und Muscheln zu fangen und sich anzueignen.

In dieser Rechtsnorm werden alle diese Tiere zur Vereinfachung im weiteren als Fische bezeichnet (§ 4 Abs. 2). Das heißt, das alle Gesetze, die für Fische gelten, auch für Krebse rechtsverbindlich sind.

Daher ist der Fang von Krebsen nur den Inhabern des Fischereirechts (Pächtern bzw. Inhabern von Fischereieraubnisscheinen) gestattet!

Wie tolerant muss man sein?

Ahr steingebilde

Die Ahr ist ein Kleinod unter den Gewässern Deutschlands und durch den Rückbau von vielen Querbauten ist sie auch wieder fast komplett durchgängig für die ehemals einheimischen Wanderfische Lachs und Meerforelle. Die Baumaßnahmen der letzten Jahre wurden mit einem erheblichen finanziellen Aufwand durchgeführt und trugen erheblich zur Renaturierung der Ahr bei. Die Arge-Ahr e.V. begleitetet von Anfang an diese Maßnahmen und ist erster Ansprechpartner für alle federführenden Behörden. Die Renaturierung hat Vorteile für uns Angler, aber in erster Linie für die Natur, denn ein natürlich freifließendes Wasser bietet für Fauna und Flora deutlich mehr Lebensraum als ein künstlich angestautes oder betoniertes Flussbett. Wir als Pächter der Ahr sind ja auch eine Art von „Gewässerwächtern“ und wir achten sehr darauf, dass sich die Natur in jeder Form an und in der Ahr frei entwickeln kann. Dies sieht der eine oder andere Zeitgenosse offensichtlich ganz anders, wie Mario Malik, 1.Vorsitzender des ASV Lohrsdorf, mir berichtet.

Natürlich gehört die Ahr nicht einem Angelverein oder einem Pächter, aber es stellt sich mir die Frage, wie tolerant man denn sein muss, wenn aus Gründen, die man nur schwer versteht, wertvoller Lebensraum für Insekten und Fische zerstört wird. Die Steingebilde, um die es in dem angehängten Bericht geht, werden aus großen und kleinen Steinen gebaut, die ursprünglich als Strömungslenker in der Ahr verbaut wurden. Wie aus den Bildern ersichtlich, löste sich dieser nach und nach auf und die Ahr fließt ungebremst bergab.

strömungslenker Ahr                       Ahr steinmännchen

Um den Strömungslenker herum hatten sich ideale Bedingungen für Laichgruben entwickelt, die jetzt zerstört sind. Die Person, der die Steingebilde immer weiter baut, war bereits in einer anderen naturrelevanten Sache Teil von polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen, die jedoch nach Zahlung einer Geldstrafe eingestellt wurden. Diverse Ortstermine mit allen beteiligten Parteien, sogar Behörden, brachte kein Ergebnis und so werden immer weiter Steingebilde gebaut und gebaut. Ein Bericht dazu wurde in der Rheinzeitung Anfang August 2018 veröffentlicht, allerdings sehr einseitig nur aus Sicht des Erbauers der Steingebilde, hier geht es zur Ansicht des Berichtes.

Vielleicht haben andere Pächter der Ahr ähnliche Erlebnisse gehabt, daher würde ich mich über ein Anmerkungen zu diesem Bericht sehr freuen.

In Wikipedia steht zu Toleranz:

Toleranz, auch Duldsamkeitist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten. Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht. HIER geht es zu dem gesamten Eintrag.

Wasserbaumaßnahmen am Trierbach

In Müsch hat die Umsetzung von zwei Wasserbaumaßnahmen am Trierbach im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Obere Ahr-Hocheifel begonnen.

Zuerst wird der derzeit noch stark eingeengte Mündungsbereich in die Ahr auf einer Strecke von knapp 200 Metern aufgeweitet und naturnah umgestaltet. Dem Bach wird damit wieder Platz für eigendynamische Prozesse und die Entwicklung einer naturnahen Struktur- und Artenvielfalt gegeben. Nebenbei dient die Maßnahme auch dem Hochwasserschutz.

Anschließend wird die oberhalb der Ortslage gelegene Beton-Furt mit Rohrdurchlass umgestaltet. Sie ist momentan für den größten Teil der Gewässerfauna gegen die Fließrichtung aufgrund des vorhandenen Absturzes nicht zu überwinden. Dies verhindert den natürlichen Austausch und schneidet den Trierbach vom übrigen Ahrsystem ab. Die vorhandene Konstruktion soll abgerissen und durch eine neue Furt mit integrierter Sohlgleite ersetzt werden, um die Durchgängigkeit für die Bachlebewesen wiederherzustellen.

An der Mündung wird zunächst im Trockenen neben dem Bachlauf gebaut. Ab Ende nächster Woche (29. KW) kann jedoch es zu leichten baubedingten Gewässertrübungen in der Ahr kommen.

Ein Bericht von Herrn Dr. Jochen Mölle, Projektleitung Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel.

Weitere Informationen zu dem Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel finden Sie HIER.

 

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Seminar Makrozoobenthos der Ahr in Müsch!

seminar makrozoobenthos der ahr

Am 23.06.2018 veranstaltete die Arge-Ahr e.V. ein Seminar zum Thema „Makrozoobenthos der Ahr im Kerngebiet des Naturschutzgroßprojekts Obere Ahr-Hocheifel“ im Wintergarten des Fischrestaurants SION in Müsch ( www.von-ser.de ). Als Referentin wurde die Diplombiologin Frau Dr. Dommermuth gewonnen, die auf Grund Ihrer Ausbildung und ihrem aktuellen Arbeitsplatz über umfangreiche Kenntnisse zu dem Thema verfügt.

Die Anzahl der Teilnehmer wurde von vorn hinein limitiert, um den Lehrwert der Veranstaltung so intensiv wie möglich zu erfahren. An dem exklusiven Seminar Makrozoobenthos der Ahr konnten nur Mitglieder der Arge-Ahr e.V. teilnehmen und dank des großen Interesses war es sehr schnell ausgebucht.  Frau Dr. Dommermuth stellte anfangs das aktuelle Projekt, für welches sie arbeitet, vor, nämlich das Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel. Mit vielen interessanten Folien zeigte sie den Werdegang von der Planung bis zur Umsetzung verschiedenster Maßnahmen wie Katalogisierung, Grundstücksankauf, Renaturierung u.v.m. Danach folgte eine detaillierte Auswertung der Vorkommen an Wasserinsekten mit der Darstellung der häufigsten Arten schloss sich daran an und somit wurde der Bogen zum Fliegenfischen gespannt. Eine angeregte Diskussion zu den unterschiedlichsten Themen folgte dem Vortrag, bevor es dann an die Ahr ging, um das Erlernte in die Praxis umzusetzen.

seminar Müsch

Frau Dr. Dommermuth hatte neben ihrem Vortrag auch das Werkzeug für eine umfassende Insektenbestimmung mitgebracht und so wurde am Ufer der Ahr ein Bestimmungslabor aufgebaut, sogar ein Mikroskop kam zum Einsatz.

Ahr Seminar müsch

Mit feinen Netzen wurde der Untergrund der Ahr im Strömungsbereich durchsiebt und das Ergebnis in Eimern und Petrischalen untersucht.

Arge Ahr M.Dommermuth   seminar müsch insekten ahr

Das Interesse an der Bestimmung der Insekten war riesengroß und selten hat man die Gelegenheit, eine Gruppe erwachsener Männer zu beobachten, die so aufmerksam bei der Sache waren. Es wurden die unterschiedlichsten Larven von Eintagsfliegen, Köcherfliegen, Steinfliegen und Libellen identifiziert, und auch Bachflohkrebse, Egel und Fischbrut war dabei.

insekten ahr             insekten ahr müsch

Die Zeit verflog sehr schnell und nach 2 Stunden intensivster Beobachtungen wurde zum Mittagessen gerufen. Die im Seminarpreis enthaltene Fischsuppe war äußerst delikat und trug ebenfalls zum Gelingen der Veranstaltung dabei.

Insgesamt war es ein sehr gelungenes Seminar mit sehr interessierten Teilnehmern und einer sehr sympathischen und routinierten Seminarleiterin. Die Teilnehmer durften sich zum Abschluss noch umfangreiches Informationsmaterial mitnehmen und das Erlernte kann sicher zukünftig genutzt werden, um noch gezielter auf Salmoniden in der Ahr zu fischen.

Abschließend ein herzliches Dankeschön an Herrn Dr. Heinz Rütz für die Vorbereitung und die Organisation des Seminars !

Das Seminar Makrozoobenthos der Ahr war übrigens der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen, die in nächster Zeit in lockerer Reihenfolge stattfinden werden. Auch alle zukünftigen Seminare werden exklusiv nur Mitgliedern der Arge-Ahr e.V. angeboten, Informationen zu den jeweiligen Themen werden rechtzeitig verschickt.

 

Neuer Vorstand der Arge-Ahr e.V.

Auf der Jahreshauptversammlung der Arge-Ahr e.V. am 04.12.2017 wurde der Vorstand neu gewählt.

Wahl des 1.Vorsitzenden

Johannes Wagner wurde einstimmig wiedergewählt.

Wahl des 2. Vorsitzenden

Franz Nolden stellte sich nicht mehr zur Wahl. Dr.Heinz Rütz wurde einstimmig gewählt.

Wahl des Geschäftsführers

Theo Simons stellte sich nicht mehr zur Wahl. Wolfgang Möller wurde einstimmig gewählt.

Wahl des Kassenwartes

Der Vorstand schlug Herrn Mario Malik vor. Mario Malik wurde einstimmig gewählt.

Wahl der Beisitzer

Die neuen Beisitzer sind Theo Simons, Joern Heiner, Jörg Laußer, Willy Pick und Prof.-Dr. Thomas Martin. Alle Beisitzer wurden einstimmig gewählt.

Wir bedanken uns ausdrücklich für die jahrelange vorzügliche Arbeit der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder und wünschen dem neuen Vorstand alles Gute und viel Erfolg für die kommenden Jahre!

Schwarzangler zu Geldstrafen verurteilt!

Vor einigen Wochen wurden von Polizeibeamten, die zur Polizeiinspektion Adenau gehören, zwei Schwarzangler im Mittellauf der Ahr auf frischer Tat ertappt. Die aus dem Ruhrgebiet stammenden Personen hatten leider bereits eine Vielzahl von Bachforellen gefangen und getötet, diese wurden dem Pächter der Ahrstrecke zur weiteren Verwertung übergeben. Unser Dank gilt den aufmerksamen Polizeibeamten!

In dem kürzlich stattgefundenen Gerichtsverfahren wurden die beiden Personen zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt und es ist zu hoffen, dass dies kein Einzelfall bleibt. Scheuen Sie nicht davor zurück, Schwarzangler anzuzeigen, die uns um die Früchte unserer langjährigen Arbeit zum Wohle der Natur und insbesondere der Ahr bringen.

Dokument der Gerichtsverhandlung

Schwarzangler

Ich möchte auch nochmals auf einen weiteren Bericht zum Thema Schwarzangler hinweisen.

Kontakt Polizeiinspektion Adenau, bitte HIER anklicken.

Die Arge Ahr in der Presse

Fliegenfischen Arge Ahr

In der Ausgabe 05/2017 der Zeitschrift „Fliegenfischen“ wurde eine Bericht von unserem Fördermitglied Detlef Henkes über die Ahr veröffentlicht. Im Rahmen dieses sehr informativen Berichtes wurde auch die Arge Ahr präsentiert. Wir bedanken uns herzlich für diese kostenlose Öffentlichkeitsarbeit !

HIER geht es zu der Seite von Detlef Henkes mit vielen Infos rund um dasFliegenfischen.

Fischbesatz für die Ahr

Fischzucht Kauth

Am letzten Wochenende wurde wieder der alljährliche Frühjahrs Fischbesatz für die Ahr in Zusammenarbeit mit der Fischzucht Kauth vorgenommen. Fast im gesamten Lauf der Ahr wurden folgende Mengen Brut und Kleinfische ausgesetzt:

Bachforellenbrut in der Größe 3-4 cm – 35.000 Stück
Bachforellen in der Größe 12-15 cm – 11.000 Stück
Äschen in der Größe 10-15 cm – 8.500 Stück

Bachforellen Brut, Fischbesatz               Bachforellen, Fischbesatz

Alle Fische wurden von der Fischzucht Kauth ( www.fischzucht-kauth.de ) aufgezogen und schonend in großen Tanks angeliefert. Bei schönem Wetter und idealem Wasserstand setzten viele kleine und große Helfer die Fische schonend in ihren neuen Lebensraum. Den reibungslosen Ablauf der beiden Besatztage verdanken wir auch dieses Jahr wieder der Bestell- und Logistikoordinierung unseres Mitglieds Dr. Heinz Rütz, wofür wir uns ausdrücklich bei ihm bedanken!

Zuschuss der Arge Ahr zum Fischbesatz

Es sei nochmals ausdrücklich erwähnt, dass die Arge Ahr den Fischbesatz seiner Mitglieder mit 20% der jeweiligen Summe bezuschusst. Davon profitieren alle Arge Ahr Mitglieder, also nehmen Sie bitte zukünftig am Gemeinschaftsbesatz teil und nutzen neben der einheitlichen Qualität der Fische auch den Preisvorteil! Falls Sie bisher keine Mails zum Thema Besatz bekommen haben, melden Sie sich bitte bei Theo Simons ( theo.simons@arge-ahr.de ).

Äschen Setzlinge

 

Verpachtung Trierbach und Armutsbach

Trierbach

Zwei Nebenbäche der Ahr stehen zur Verpachtung an:

  • Trierbach ab Gemarkungsgrenze Müsch/Hoffeld bis Einmündung Nohnerbach
  • Armutsbach im Bereich Ohlenhard/Hümmel/Wershofen

Beide Bäche sind Laichgewässer von Forellen, befischbar, absolut naturbelassen und liegen landschaftlich sehr reizvoll. Wer Interesse an der Anpachtung und Bewirtschaftung dieser Gewässer-Kleinode hat, wendet sich an Herrn Jürgen Adriany bei der Verbandsgemeindeverwaltung Adenau.

Jürgen Adriany
Fachbereichsleiter Finanzen und Abgaben
Verbandsgemeindeverwaltung Adenau
53518 Adenau
Tel.: 02691/305-400
E-Mail: juergen.adriany@adenau.de

Der Frühling ist da – Zeit zum Saubermachen!

Ahr, Uferreinigung, Zeit zum Saubermachen

Der Frühling ist da und die Fischereisaison hat schon begonnen, aber jetzt ist genau die richtige Zeit, um die Ufer der Ahr zu säubern und alles zu entfernen, was der Winter und die Hochwasser angeschwemmt haben. Plastik gehört in die Gelbe Tonne und nicht in die Natur!

Also Gummistiefel angezogen, Plastiksäcke eingepackt und los geht`s!