Bericht zum Thema Signalkrebse in der Ahr

Das Thema Signalkrebs in der Ahr ist aktuelle denn je.

Anbei der Bericht unseres 2. Vorsitzender und Krebsbeauftragter Franz Nolden:



Liebe Mitglieder der Arge-Ahr,
 
ich möchte Euch, basierend auf meinem Vortrag bei der Mitgliederversammlung der
Arge-Ahr im Mai in Altenahr, über die Situation der Signalkrebse in der Ahr
berichten.
 
Wir haben Anfang Juni begonnen mit zuerst 12 später mit 15 Reusen die Signalkrebse
zu fangen. Wir stellten die Reusen, wie vorher geplant, an die Grenze ahrabwärts zur Nachbarstrecke „Laufenbacher Hof“ auf. Meine Theorie war, im Gegensatz zu der
Meinung einer Wissenschaftlerin und einigen Leuten, die diese Aussagen einfach
ohne eigene Gedanken nacherzählten, dass man mit einem Bollwerk an Reusen
ein weiterwandern von Krebsen ahraufwärts verhindern kann.
 
Die Fänge in den Ersten Wochen waren bescheiden, aber der Erfolg kam durch
Steigerung der Stückzahlen kurzfristig im Laufe der Monate Juni und Juli.
Die wöchentlichen Fangquoten waren Anfang Juni 25 Stück, steigerten sich im Laufe des Juni
über 80 Stück und bis zum Ende Juni auf 150 Stück. Mitte Juli waren wir bereits bei 220 Stück angekommen und seitdem schwankten die Fänge zwischen 80 und 200 Stück.
 
Da unsere Reusen direkt an der Grenze zur Strecke „Laufenbacher Hof“ stehen, und
in dieser Strecke auch Krebse gefangen wurden, machten sich Fangpausen im Laufenbacher Hof sofort in den Stückzahlen bei uns positiv bemerkbar. Im Gegensatz dazu gingen unsere
Stückzahlen etwas herunter, wenn im Laufenbacher Hof aktiv gefangen wurde.
 
Die bisherige Aktion kann ich auf alle Fälle jetzt schon als Erfolg bezeichnen, aber dieser Erfolg
war nur machbar durch den Fleiß von 2 fleißigen Bürgern der Gemeinde Fuchshofen,
dem neuen Ortsbürgermeister Bernd Schmitz und Albert Dresen, einem  Mitglied des
Gemeinderates.
Diese Beiden haben in den Regel drei Mal wöchentlich ganz freiwillig diese Arbeit durchgeführt und dabei durch Erfahrung natürlich dazugelernt und das System permanent verbessert.
Genau das ist auch da Konzept der Zukunft. Es müssen Leute diese Aktion permanent begleiten,
die in unmittelbarer Nähe des Fangplatzes wohnen. So manches Mal wird eine schnelle Reaktion fällig, wie zum Beispiel bevor ein Unwetter mit Starkregen losgeht müssen die Reusen aus dem Wasser gezogen werden, sonst könnten sie eventuell abgerissen werden. Da kann man nicht erst
in weiterer Entfernung losfahren und hoffen noch zeitig am Gewässer zu sein.
 
Die Gesamtmenge aktuell per 10. September waren 1796 Krebse. Wenn wir diese
nicht gefangen hätten wären Sie über das Gebiet Fuchshofen und die angrenzenden Gebiete
Antweiler und Müsch gezogen und hätten sehr viel nahrungsmäßiges Niemandsland
hinterlassen. Unser Fischbestand hätte versucht durch wechseln der Standorte wieder an die
notwendige Nahrung zu kommen und es wäre sehr viel Unruhe im Gewässer entstanden.
 
Genau das passiert nun schon seit mindestens 2 Jahren in den Bereichen der Ahr wo
keinerlei Fangaktivitäten per Reusen durchgeführt wird. Vielleicht merken die einzelnen
Pächter oder Vereine noch nicht viel davon, da die Fische natürlich durch diese Situation
herumwandern und permanent auf Nahrungssuche sind. Das führt mit Sicherheit zu
verwirrenden Eindrücken für den einzelnen Pächter oder Angler.
Aber eines steht fest. Alles was die Krebse an Kleintieren, Schnecken, Larven
und Fischeiern fressen, steht den Fischen nicht mehr zur Verfügung.
Diese Situation führt mittelfristig zumindest zur Reduzierung des Fischbestandes
bis zu einem extrem kleinen Restbestand, der sich von der von den Krebsen übriggelassenen
Nahrung noch ernähren kann.
 
 
Zurück zum Reusenfang in Fuchshofen.
 
Wir haben den Fangerfolg dadurch getestet indem wir auch ab und zu Reusen ca. 1 km
ahraufwärts aufstellten um zu prüfen, ob dort auch Krebse in die Reusen gingen.
Resultat war, dass dort lediglich ab und zu einzelne Krebse gefangen wurden.
Am Ende der Strecke, also ca. 3 km ahraufwärts verliefen Fangtests permanent negativ.
Auch in den angrenzenden Strecken Antweiler und Müsch wurden keinerlei
Krebse gefangen.
 
Im Gegensatz dazu habe ich Anfang August einen Streckenabschnitt von ca. 200 Meter im Gebiet Schuld, oberhalb der Mühle Schuld, per Tauchermaske, Schnorchel und Flossen untersucht.
Resultat war, dass fast keine Fische zu sehen waren, was aber auf die tagelang vorher badenden
Leute zurückzuführen war. Was aber zu sehen war, waren Krebse in großen Mengen.
Das ist ein unhaltbarer Zustand und nur durch permanentes Abfangen veränderbar.
 
 
Das Resultat der bisherigen Aktion zusammengefasst:
 
Durch diese Art und Weise des Fangens konnten wir sowohl die gesamte Pachtstrecke Fuchshofen (ca. 3 km) und auch die angrenzenden beiden Pachtstrecken Antweiler und Müsch  (ca. 7 km) fast krebsfrei halten.
Ziel der Aktion war es den Beweis zu erbringen, dass man durch Aufstellen von Reusen
die invasive Wanderung der Signalkrebs flussaufwärts mehr oder weniger stoppen kann.
 
Dieser Beweis ist erbracht!

Wir werden es nicht schaffen diese Krebse zu 100 % in der Ahr auszurotten, aber das ist
ja auch nicht das Ziel. Eine minimale Anzahl von Krebsen bringt keine negativen Auswirkungen,
aufs Gewässer.
 
Was ist die Konsequenz dieser Testaktion in Bezug auf die Ahr:
 
Alle Pächter und Vereine müssen, um Schäden an der Fischpopulation zu vermeiden,
eine ähnliche Aktion starten. Dadurch können wir innerhalb des Ahrgebiets
das Problem Signalkrebs in den Griff bekommen. Wir können keinen Einfluss
auf die gesamteuropäische Situation nehmen, aber das ist ja auch nicht unsere Aufgabe.
 
Ich werde Ende des Jahres eine genaue Fangliste, Analyse und Zusammenfassung
der diesjährigen Aktion verfassen und bitte Euch jetzt schon die notwendige Aktion
für das Jahr 2020 vorzubereiten. Ich stehe für Fragen gerne zur Verfügung.
 
Außerdem würde mich mal interessieren in welchen Streckenabschnitten der Ahr
auch ähnliche Aktionen gemacht wurden und zu welchen Ergebnissen das führte.

 
Gruß
 
Franz Nolden
 
2. Vorsitzender und Krebsbeauftragter der Arge-Ahr e.V.
 
 

Wichtige Info zum Fang von Krebsen!

Fang von Krebsen

Aus aktuellem Anlaß möchte die Arge-Ahr e.V. ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Fang von Krebsen in der Ahr ausschließlich den Inhabern des Fischereirechts gestattet ist.

Das Fischereirecht (Landesfischereigesetz Rheinland-Pfalz i.d.F. vom 27. Oktober 2009, GVBl.S.358) definiert in § 4 den Inhalt des Fischereirechts. Dieses umfaßt die Befugnis in einem Gewässer Fische, Neunaugen, Krebse und Muscheln zu fangen und sich anzueignen.

In dieser Rechtsnorm werden alle diese Tiere zur Vereinfachung im weiteren als Fische bezeichnet (§ 4 Abs. 2). Das heißt, das alle Gesetze, die für Fische gelten, auch für Krebse rechtsverbindlich sind.

Daher ist der Fang von Krebsen nur den Inhabern des Fischereirechts (Pächtern bzw. Inhabern von Fischereieraubnisscheinen) gestattet!

Wir trauern um Albert Schäfer

Albert Schäfer

Die Arge Ahr e.V. trauert um seinen langjährigen Kassenwart Albert Schäfer, der plötzlich und unerwartet von uns gegangen ist. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie und den Angehörigen.

Der Vorstand der Arge Ahr e.V.

Die Arge Ahr in der Presse

Fliegenfischen Arge Ahr

In der Ausgabe 05/2017 der Zeitschrift „Fliegenfischen“ wurde eine Bericht von unserem Fördermitglied Detlef Henkes über die Ahr veröffentlicht. Im Rahmen dieses sehr informativen Berichtes wurde auch die Arge Ahr präsentiert. Wir bedanken uns herzlich für diese kostenlose Öffentlichkeitsarbeit !

HIER geht es zu der Seite von Detlef Henkes mit vielen Infos rund um dasFliegenfischen.

Signalkrebse in der Ahr

Fang von Krebsen

Signalkrebse in  heimischen Gewässern: Invasion aus Nordamerika

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Mitte August wurden sie zum ersten Mal verstärkt in Mayschoss entdeckt: Signalkrebse – die amerikanischen Invasoren. Ungeübten Augen fallen sie nicht direkt auf. Aber jeder Angler und Fliegenfischer weiß, dass diese Flusskrebse bzw. Signalkrebse nicht in die Ahr gehören. Während sie in Nordamerika zur heimischen Fauna gehören, zählen sie hierzulande als Schädlinge, denn sie greifen den Laich von Bachforelle, Äsche und Co. an und schaden so die Fischbestände der Ahr und vieler anderer Mittelgebirgsflüsse. Und damit nicht genug: Gleichzeitig verdrängen sie die heimischen Flusskrebse. Nicht zuletzt dadurch, dass sie die Krebspest übertragen können, gegen die sie aber selbst immun sind. Alles in allem ist also der amerikanische Flusskrebs kein angenehmer Zeitgenosse. Aus diesem Grund wurde der Signalkrebs ( Pacifastacus leniusculus ) in diesem Jahr von der EU auf die Liste der unerwünschten Arten gesetzt.

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Wie kommen Signalkrebse in so großen Mengen nach Mayschoß in die Ahr?

Vermutlich wurden sie durch das starke Hochwasser im Juni von der oberen Ahr ( Hönningen, Insul ) und vom Liersbach, wo der Krebs schon seit ca. 25 Jahren vorkommt, nach Mayschoss geschwemmt, und fühlten sich bei uns gleich wie zuhause. Wir konnten an 2 Tagen ca. 60 Krebse mit der Hand und mit Krebsreusen einsammeln. Die Krebse zu fangen war ein Kinderspiel, denn der Schädling ist kein Versteckkünstler und zeigt sich nur zu gerne. Mit Reuse oder gleich durch beherztes Zupacken, die kleinen Kerlchen waren schnell geschnappt.
Frisch gefangen und gekocht lässt sich der Flusskrebs auch gut verzehren, auch wenn er geschmacklich nicht ganz an den heimischen Edelkrebs oder Hummer herankommt. So lohnt sich das Einsammeln der Invasoren gleich doppelt: Das Ökosystem wird entlastet und das Abendessen ist auch gleich gesichert.

Für all jene, die den Signalkrebs in der Ahr entdecken, hier das passende Rezept:
Eine Gemüsebrühe aufsetzen und in höchster Stufe zum Kochen bringen. Krebse in die kochende Brühe gleiten lassen, 2 bis 3 Minuten kochen lassen, dann die Krebse mit einem Schaumlöffel aus der Brühe nehmen und warmhalten, bis alle Krebse gekocht sind. Auf einem Teller anrichten und genießen. Dazu schmecken Pommes Frites oder Baguette, Ajoli  sowie ein frischer Riesling oder Rivaner.

Johannes Wagner – 1. Vorsitzender der ARGE-Ahr e.V.

Zeitungsbericht über Lachsrückkehrer

Lachs

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GA Bericht über Lachsrückkehrer vom 12.08.2016

Wenn auch dieser Bericht sich nicht auf die Ahr bezieht, ist es dennoch eine gute Nachricht für die Wiedereinbürgerung des Lachses im Rhein/Mosel Gebiet. Der Elzbach wird seit 2004 mit Lachs Smolts in großen Mengen besetzt, dieses Lachsprojekt wird von Herrn Dr. Jörg Schneider ( BFS – Bürogemeinschaft für Fisch- und Gewässerökologische Studien ) betreut, welcher auch für die Wiedereinbürgerung des Lachses in der Ahr verantwortlich zeichnet.

Brutboxen

Liebe Pächter, Fischer und Freunde der Ahr,

heute haben wir 30 m+s Brutboxen mit je 5000 Bachforelleneiern bestückt. Die Eier waren in einem sehr guten Lieferzustand und teilweise waren die Forellen kurz vor dem Ausschlüpfen. Es dauert somit also nicht mehr so lange und die kleinen Forellen sind in der Ahr – wenn das Wetter mitspielt.

Bei optimistischen -11°C in der Sonne und mind. -14°C im Schatten hatten die harten Kerle nicht sehr viel Zeit, die Besatzarbeit zu verrichten. Zu leicht wären die Eier erfroren. Bei uns in Fuchshofen ging es eigentlich recht gut, wenn man von der Hackarbeit im Eis und dem eiskalten Wasser absieht.

Der zweite Lachsbesatz 2009

Liebe Mitstreiter,

heute (18.07.2009) fand an der Ahr der zweite Lachsbesatz im Jahr 2009 statt. Um 10:00 Uhr trafen sich in Mayschoß 9 Interessierte (Dr. Jörg Schneider und seine Mitarbeiter, sowie Mitglieder der ARGE-Ahr) um die 25.000 Lachse, die wieder im Lachszentrum Hasper Talsperre herangezogen wurden, im Fluß einzusetzen. Dietmar Firzlaff, der Betriebsleiter der Aufzuchtstation, brachte persönlich die Fische zur Ahr. Luft- und Wassertemperatur in Mayschoß betrugen 17°C.

Nach der langen Anreise wurde zuerst das Wasser in den Tanks gewechselt. Hierzu bot sich die Furt in Mayschoß an. Der Wasserstand ließ es zu, daß in der Furt selbst der Wasserwechsel stattfinden konnte.

Anschließend wurde mit dem Besatz in Rech begonnen. Unterhalb der Nepomukbrücke wurden die ersten Lachse in die Freiheit entlassen. Weitere Fische wurden dann in kleinen Portionen zu je ca. 1000 Stück auf der Strecke bis fast hinunter nach Dernau besetzt. Danach folgte der Besatz in Mayschoß oberhalb des Hotels Lochmühle. Weiter ging es über Laach und Reimerzhoven ins Langfigtal. Große öffentliche Aufmerksamkeit begleitete den Besatz in der Rausche direkt an der Ahrbrücke mitten in Altenahr. Die letzten 2000 Lachse wurden um ca. 13:00 Uhr unterhalb der Kapelle in Altenburg eingesetzt.

Es war wieder einmal eine gelungene Aktion, die vor dem einsetzenden Regen erfolgreich beendet wurde.

Bericht im Kölner Stadtanzeiger

Liebe Freunde der Ahr,

anbei der Link zum Bericht im Kölner Stadtanzeiger, Ausgabe Euskirchen Weiterlesen